1. DNA-Methylierung in AML und Lungenkrebs

a. Die Identifikation neuer gesilencter Tumorsuppressorgene anhand von DNA-Methylierungsmustern in AML und Lungenkrebs.

In Krebszellen sind Tumorsuppressorgene häufig transkriptionell herunter reguliert. Dies erfolgt häufig über die CpG-Hypermethylierung in Promotorregionen. Wir haben kürzlich ein genomweites Screening durchgeführt, in dem wir neue Tumorsuppressorgene identifizieren konnten, die durch DNA-Methylierung in der Leukämie reguliert sind. Die identifizierten Gene haben wir durch Demethylierung und Reexpression im Zellkulturmodell weiter untersucht. Leukämische Zellen wurden mit 5-Azazytidine behandelt, dann haben wir vergleichende Expressionsarrays durchgeführt, die globale Veränderungen in der Genexpression nach DNA-Demethylierung aufgezeigt haben (Agrawal et al., Blood 2007). Dadurch konnten wir mehrere neue Tumorsupressorgene identifizieren. C/EBPdelta war eines davon, das wir als wachstumsinhibierendes Gen in Leukämie identifizieren konnten. Zurzeit arbeiten wir an der funktionellen Charakterisierung anderer Gene, die wir in diesem AML-Screening als methyliert (stillgelegt=„silenced“) identifiziert haben.

 
 
 
 
Identifikation von Tumorsuppressorgenen (TSG), die durch CpG-Hypermethylierung in humanen eukämischen Zellen herunter reguliert werden. Zellen wurden mit 5-Azazytidine behandelt und im Vergleich mit unbehandelten Zellen im Affymetrix-Expressionarray analysiert. Dadurch konnten wir die Folgen von DNA-Hypermethylierung direkt im Zellsystem nachweisen.