Neurochirurgie des UKM gewinnt NRW-Gesundheitspreis
Das UKM ist am Mittwoch in Düsseldorf mit dem NRW-Gesundheitspreis 2025 ausgezeichnet worden. Prämiert wurde das von Prof. Markus Holling initiierte Projekt „Inside your brain“, das Virtual-Reality-Technologie für die Patientenaufklärung in der Neurochirurgie und Neuroonkologie einsetzt. Mithilfe dreidimensionaler Modelle können Erkrankungen und geplante Eingriffe anschaulich dargestellt werden – und auch für Ärztinnen und Ärzte eröffnet die Technologie neue Möglichkeiten in Ausbildung, Zusammenarbeit und Operationsplanung. | lwi
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) hat am Mittwoch, 9. September 2026, den NRW-Gesundheitspreis 2025 verliehen und ein Digitalisierungsprojekt des UKM (Universitätsklinikum Münster) als besonders preiswürdig ausgezeichnet. Mit dem Projekt „Inside your brain: VR-gestützte Patientenaufklärung in der Neurochirurgie und Neuroonkologie“ konnte Prof. Markus Holling die Jury überzeugen und Platz 1 des NRW-Gesundheitspreises belegen.
Das Projekt nutzt Virtual-Reality-Technologie, um aus MRT-, CT- oder Ultraschallaufnahmen interaktive dreidimensionale Modelle zu erstellen. Mithilfe von VR-Brillen können Patientinnen und Patienten diese Modelle räumlich betrachten und ihre Erkrankung, wie beispielsweise Hirntumoren, sowie geplante Eingriffe besser verstehen. Das Projekt unterstützt auf diesem Weg eine anschaulichere Patientenaufklärung und kann dazu beitragen, Ängste vor einer Operation abzubauen. Gleichzeitig hilft die Technologie Ärztinnen und Ärzten in der Ausbildung, bei der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie der Planung komplexer Operationen. Anhand des Modells können sie Fälle – auch räumlich voneinander getrennt – gemeinsam betrachten und besprechen.
„Es ist wichtig, dass wir die Digitalisierung für eine gute und effiziente Versorgung in Gesundheitswesen und Pflege weiter vorantreiben. Darum zeichnen wir mit dem Gesundheitspreis 2025 Organisationen aus, die sich mit innovativen Ideen für ihre Patientinnen und Patienten einsetzen“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. „Die ausgewählten Beispiele haben mich beeindruckt. Sie zeigen eindrücklich, dass Telemedizin und KI dazu beitragen können, die Versorgung der Menschen konkret zu verbessern, zum Beispiel wenn der Einsatz einer 3-D-Brille zu einer besseren Aufklärung bei einer anstehenden Operation am Gehirn führt oder wenn Patientinnen und Patienten mit Schlafapnoe mit kürzeren Wartezeiten zu Hause behandelt werden können.“
„Über diese Auszeichnung freue ich mich sehr“, sagt Preisträger Prof. Markus Holling, der am UKM sowohl Mitarbeiter in der Stabsstelle des Ärztlichen Direktors als auch Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie ist.
„Der NRW-Gesundheitspreis ist eine schöne Bestätigung für unseren Ansatz, innovative Technologien dort einzusetzen, wo sie einen echten Mehrwert für den Menschen schaffen.
Perspektivisch werden die VR-Brillen wahrscheinlich den Bogen von der Aufklärung über die operative Vorbereitung und Therapie bis zu den Kontrolluntersuchungen schlagen und damit allen Beteiligten nützlich sein.“
Die jährlich vergebene Auszeichnung widmete sich in diesem Jahr dem Schwerpunktthema „Digitalisierung im nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen sinnvoll und sicher ausbauen“, das zugleich Schwerpunkt der ebenfalls jährlich stattfindenden Landesgesundheitskonferenz (LGK) ist.
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