Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Die Tagesklinik

Herzlich Willkommen

auf der Seite der Tagesklinik der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Münster.

Wir möchten Ihnen hier einen Eindruck über unsere Therapie vermitteln, um Ihnen die Entscheidung über eine Behandlung in unserer Tagesklinik zu erleichtern.

Ziel der teilstationären Behandlung ist es die Brücke zwischen der stationären und der ambulanten Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu schlagen. Durch diese Zwischenstufe können stationäre Aufnahmen vermieden werden und Patienten in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld verbleiben. Hieraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten einer Therapie unter lebensnahen Bedingungen. Verbesserung der Tagesstruktur, Wiederherstellung der Alltagsfähigkeiten, Ausweitung der zwischenmenschlichen Fertigkeiten, Veränderung der Lebensführung, Umgang mit Belastungsfaktoren, erfolgreiche Bewältigung von Krisen, Rückkehr in den Beruf und Sicherung der Lebensgrundlage sind einige Aspekte die im Rahmen eines individuellen Therapieplanes bearbeitet werden können.

Um die therapeutischen Ziele erfolgreich verfolgen zu können sind einige Voraussetzungen notwendig, entweder bei Direktaufnahme aus dem ambulanten Bereich oder im Anschluss an die vollstationäre Behandlung. Dazu gehören eine ausreichende Absprachefähigkeit der Patienten, ausreichende körperliche und psychische Belastbarkeit, ausreichende Betreuungsmöglichkeiten abends, nachts und an den Wochenenden und die Fähigkeit den täglichen Weg in die Tagesklinik bewältigen zu können. Direktaufnahmen in die Tagesklinik aus dem ambulanten Bereich begründen in der Regel einen höheren diagnostischen und therapeutischen Aufwand.

Behandlung

Wir behandeln Menschen im Alter von 18 bis ca. 75 Jahren mit folgenden Krankheitsbildern:

  • Depressionen
  • Bipolare Störungen
  • Angst- und Zwangsstörungen
  • Psychotische Erkrankungen
  • ADHS

Unseren Patienten steht die geballte Kompetenz einer universitären Klinik der Maximalversorgung zur Seite.

In der psychiatrischen Tagesklinik des UKM bieten wir den Patienten eine leitliniengerechte psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung in einem Setting, das durch einen ganzheitlichen Behandlungsansatz geprägt ist. Wir fühlen uns einer individuellen symptom- und ursachenfokussierten Therapie, unter Einbezug des familiären Umfelds und der aktuellen Lebensumstände verpflichtet. Ein wertschätzender und ressourcenorientierter Umgang mit unseren Patienten, ihren Beschwerden und Problemen ist Grundsatz unserer Behandlung.

Die Abstimmung mit den ambulanten und stationären Therapeuten unserer Patienten ist uns ein besonderes Anliegen. So gewährleisten wir die optimale Nutzung von Informationen, um die Behandlung effektiv zu gestalten. Eine gründliche Entlassungsplanung zur Sicherung der Erfolge beginnt mit dem Tag der Aufnahme. So können Wartezeiten auf einen ambulanten Facharzt- und Psychotherapieplatz reduziert werden und Schwierigkeiten in der Weiterbehandlung frühzeitig antizipiert werden.

Aufnahmeplanung

Falls Sie sich für unser Angebot interessieren, können Sie sich in unserem Sekretariat bei Frau van der Velde anmelden.

Sprechzeiten: Montag und Dienstag 8:30 - 12:00 Uhr, Donnerstag 8:30 - 14:00 Uhr, Freitag 8:30 - 13:00 Uhr: 0251 - 83 56622

Termine zu einem Vorgespräch können über unsere Institutsambulanz vereinbart werden.

Aktuelle Informationen

Um unsere Patienten noch besser unterstützen zu können, planen wir aktuell die Einstellung eines Genesungsbegleiters. Ein wesentlicher Bestandteil seiner Tätigkeit wird die Vermittlung im Trialog zwischen Patienten, Angehörigen und Therapeuten sein. Zudem sind Angebote in der Alltagsbegleitung und eine Gruppe zum Empowerment geplant.

In Kooperation mit unseren Spezialstationen für affektive Störungen haben wir eine Psychotherapiegruppe zur Behandlung chronischer Depressionen begonnen, die unser Behandlungskonzept sinnvoll ergänzt.

Das Behandlungsteam

Das multiprofessionelle Behandlungsteam stellt sich mit den eigenen Tätigkeiten im Folgenden vor:


Die Tätigkeit des Stationsarztes Herrn Dr. Dr. M. Pawlowski der Tagesklinik  umfasst mit den Aufgaben eines Psychiaters sowohl seelische als auch körperliche Aspekte von psychiatrischen Erkrankungen.

In einem ausführlichen Aufnahmegespräch werden zunächst die aktuellen Beschwerden, die psychiatrische Krankheitsgeschichte, Suchterkrankungen, vegetative Beschwerden, körperliche Vorerkrankungen sowie der aktuelle psychische und körperliche Befund erhoben. In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Oberarzt Herrn Dr. M. Gerbaulet wird die Symptomatik diagnostisch eingeschätzt und die notwendige weitere Diagnostik geplant. Entsprechend der Diagnose und Beschwerden wird ein individuelles Therapiekonzept aus den Bausteinen Psychopharmakotherapie, Psychotherapie, Soziotherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Mototherapie, Kunst- und Musiktherapie erstellt. In den regelmäßigen Visiten und Besprechungen wird der Behandlungsfortschritt unserer Patienten kontinuierlich begleitet und angepasst. Kontinuierliche Supervision der Therapien sichert unsere hohe Professionalität in der täglichen Arbeit ab.

Da auch organische Erkrankungen, z.B. des Gehirns oder der Schilddrüse, zu psychischen Störungen führen können, wird bei Bedarf zur weiteren Abklärung der psychischen Symptomatik eine bildgebende (cMRT, cCT), eine laborchemische (Blut- und Liquoruntersuchungen) und/oder  eine elektrophysiologische (EEG) Diagnostik angeschlossen, um (hirn-)organische Ursachen der Beschwerden auszuschließen.

Dabei arbeiten wir eng mit den ambulanten Behandlern (Hausärzte, Fachärzte), insbesondere bei nicht psychiatrischen Fragestellungen, zusammen, um auch hier eine bestmögliche Versorgung des Patienten in seinem gewohnten Umfeld zu gewährleisten. Unterstützend stehen uns bei komplexen psychiatrischen Fragestellungen alle Kompetenzen der universitären Medizin zur Verfügung.

Sollte eine Psychopharmakotherapie notwendig sein, erfolgt diese evidenzbasiert. Begleitend werden Labor- und EKG- Kontrollen zur Überwachung von möglichen Nebenwirkungen durchgeführt.

Ebenfalls wird die psychotherapeutische Arbeit der Ärztin störungsspezifisch und evidenzbasiert durchgeführt. Hierzu finden wöchentliche Einzelgespräche statt. Ein individuelles Störungsmodell wird gemeinsam mit den Patienten erarbeitet und  die entsprechenden Therapien abgeleitet.


Frau M. Sc. Psych. L. Egbers als Psychologin der Tagesklinik erklärt: in der Einzeltherapie mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt stehen eine fundierte Diagnostik mit etablierten Testverfahren, eine individuelle Erarbeitung eines Krankheitsmodells und darauf aufbauende therapeutische Strategien zur Erreichung Ihrer Ziele im Fokus. Da der Kontakt zum privaten Umfeld bestehen bleibt, können auftretende Probleme direkt aufgegriffen werden. In diesem Rahmen bieten wir Ihnen auch unterstützende Angehörigengespräche an. Insgesamt soll somit eine psychische Stabilität für die Rückkehr in den Alltag und ggf. für eine weitere ambulante Therapie geschaffen werden.

Herr Dipl. Psych. G.-T. Dany (Psychologe) über die Gruppenpsychotherapie der Tagesklinik:

In unserer teilstationären Behandlung können Patienten – auch stationsübergreifend – an mehreren psychotherapeutischen Angeboten (u.a. Problemmanagement, Psychoedukation Depression, Gruppenpsychotherapie Chronische Depression, Erfahrungsaustausch für Patienten mit Psychoseerfahrungen) teilnehmen. Die Problemmanagement-Gruppe, die ausschließlich für Patienten unserer Tagesklinik angeboten wird, ist eine Gruppenpsychotherapie mit einem „Eine-Sitzung-Konzept“: Pro Sitzung wird ein Problem eines Patienten (Fokuspatient) bearbeitet, der Ablauf jeder Sitzung ist identisch. Die Mitpatienten sollen die Rolle des Therapeuten einnehmen und mithilfe von Exploration, Perspektivübernahme und eigenen Erfahrungen zum Verständnis, zur Analyse und zur Lösung des Problems beitragen. Der Gruppenleiter soll durch Einbringung von Anregungen, Vorschlägen, Wissen, Methoden und durch Interpretation der Beiträge die Sitzungen strukturieren und moderieren. Hauptziele der Problemmanagement-Gruppe sind die Einsicht in Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen sowie die Vermittlung von Problemlösekompetenzen.


Während der tagesklinischen Behandlung, werden die Patienten im System der Bezugspflege durch Herrn C. Alfs, Herrn P. Jackiewicz und Herrn M. Jeutner betreut, d.h. eine individuelle, ganzheitliche pflegerische Begleitung, mit unterstützenden, lebenspraktischen und themenzentrierten Gesprächen. Unter der Leitung von Frau Onnebrink sind die Pflegenden verantwortlich für Ablauf und Organisation der Behandlung, unterstützen unsere Patienten bei der Entwicklung eines Wochenplans und geben Anleitung zur Medikation. Darüber hinaus bieten die Fachgesundheits- und –krankenpflegepersonen themenspezifische Gruppen an, wie z.B. Stressmanagement, Gruppentraining Sozialer Kompetenzen, Kognitives Training in der Gruppe, Selbstmanagement, Entspannung sowie eine neu entwickelte Videospiel-Gruppe. Zudem findet alle zwei Wochen ein Gruppennachmittag außerhalb des UKM-Geländes statt.

Die Therapie-Angebote der Pflegenden in Kurzform

  • Stressmanagement
    Die Gruppe befasst sich mit den Fragen: Wie Stress entsteht? Was Stress auslöst? Was kann man gegen Stress unternehmen (präventiv und zeitnah)?
  • Gruppentraining Sozialer Kompetenzen
    Das Gruppentraining Sozialer Kompetenzen befasst sich mit der Kommunikation (verbal/ nonverbal) unter Menschen in den Bereichen „um Sympathie werben“, „Recht durchsetzen“ und „Beziehungen“. Neben der Theorie werden praktische sowie realitätsnahe Rollenspiele durchgeführt.
  • Videospiel-Gruppe
    In der Videospiel-Gruppe wird die Konzentration, Aufmerksamkeit, Bewegung und Koordination im Rahmen  einer kleinen Gruppe gefördert. Mit „Kinect“-Spielen, in denen der ganze Körper zum Einsatz kommt,  werden die Teilnehmer in einer lockeren und lebhaften Therapie unterstützt.
  • Entspannungsgruppe
    In der Entspannungsgruppe werden MBSR-basierende Achtsamkeitsübungen zur Stressreduzierung durchgeführt (MBSR – Mindfulness-Based-Stress-Reduction).
  • Kognitives Training in der Gruppe
    Es werden Übungen zur Stärkung der kognitiven Fähigkeiten (Konzentration, Merkfähigkeit) in einer Gruppe durchgeführt.
  • Selbstmanagement-Gruppe
    Die Selbstmanagement-Gruppe baut auf drei Themen auf: Soziale Kontakte, Tagesstruktur und Selbstbewusstsein. Die Inhalte werden in der Gruppe diskutiert, es soll ein Austausch an Erfahrungen stattfinden und erste Schritte besprochen werden, um einzelne Bereiche zu optimieren und selbstständig im Alltag durchführen zu können.
  • Gruppennachmittag/ Außenaktivität
    Die Gruppenaktivität findet alle 14 Tage, je nach Wetterlage, im Freien oder in einer Einrichtung statt. Unter anderem geht es darum, den eigenen Aktionsradius zu erweitern, Anregungen für die eigene Freizeitgestaltung zu erhalten, gemeinsam Spaß zu erleben und dabei ggf. auch alltagspraktische Aktivitäten (z.B. mit dem Bus fahren) zu üben.


In der Musiktherapie haben sich laut Frau Dr. S. Kunkel in den vergangenen Jahrzehnten verschiedene Verfahren und Vorgehensweisen entwickelt, deren Anwendung individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt werden kann. In unserer Tagesklinik werden individuelle Musikpsychotherapie, Musik-imaginative Schmerzbehandlung (MusiS) sowie Tinnituszentrierte Musiktherapie (TIM) angeboten.

Dabei kann Musik in jeglicher Form zum Einsatz kommen – je nach Bedürfnis und therapeutischer Notwendigkeit. Im Mittelpunkt steht zumeist das gemeinsame musikalische Spiel von Patientin und Therapeutin auf unterschiedlichen, frei zu wählenden und für jeden handhabbaren Instrumenten. Hierfür bedarf es keiner musikalischen Vorkenntnisse!

Gerade während der tagesklinischen Behandlung, die häufig einen Übergang von der Zeit in der Klinik in das selbstbestimmte Leben zu Hause darstellt, kann es hilfreich sein, spielerisch neue Umgehensweisen mit sich selbst oder herausfordernden Situationen zu erproben, aktiv musizierend Ressourcen wieder zu entdecken oder neue Kraftquellen zu finden.

Beim aktiven Musizieren, Musikhören oder Singen können verloren geglaubte kreative und kommunikative Fähigkeiten wieder entdeckt und weiter entwickelt oder Emotionen im geschützten Rahmen ausgedrückt, wieder fühl- und hörbar werden und damit zugänglich für therapeutische Bearbeitungs- und Veränderungsprozesse. Bei starker innerer Unruhe und Spannungsgefühlen können vibroakustische Behandlungsmethoden wie z. B. die Klangmassage, musik-imaginative Methoden oder Formen der Musiktherapeutischen Tiefenentspannung indiziert sein.


Frau D. Beckmann-Neuhaus (Dipl. Motologin, Sportpädagogin) über die Mototherapie :

Unser Körper mit seinen Regungen und Bewegungen ist wichtige Grundlage unseres Tun, Handelns und Lebens: er vermittelt uns das Gefühl unseres „Daseins“, des „Handelns“, über ihn finden wir Zugang zu unserem Erleben („kribbelig aufgeregt“) und auch Ausdruck für unser Erleben („wütend aufstampfen“).

Mit unseren Lebenserfahrungen hat jeder von uns seine ganze eigenen Bewegungs-, Handlungs- und Haltungsmuster entwickelt, in ihnen spiegelt sich allgemein unsere ganz persönliche Art und auch aktuell unser Befinden wider. Umgekehrt ist über körperliche Prozesse ein Einfluss auf das psychische Erleben möglich.

In unserer Tagesklinik ist die Mototherapie als psychodynamisch orientierte Bewegungstherapie in Einzeltherapie möglich und damit individuell auf die Problemlage wie die Ressourcen der Patienten ausgerichtet. Vermittelt über Bewegungs- und Körpererfahrungen werden über eine erste akute Stabilisierung hinausgehend ein Verständnis für die Erkrankung und ihre Entwicklung, Hilfestellungen für die Selbstregulation in der Alltagsbewältigung und für eine selbstfürsorgliche Lebensgestaltung eröffnet.

Mögliche Zielsetzungen können hier sein:

  • Körperorientierte Hilfestellungen der Symptombewältigung z.B. bei Anspannungserleben, innerer Unruhe, negativem Gedankenkreisen
  • Körper- und bewegungsorientierte Möglichkeiten der Stabilisierung: z.B. Sicherheit im Körper finden, Aufrichtung und Stand, eigene Stärke spüren
  • Zugang zu Vielfalt und Tiefe im Erleben von Gefühlen und zu Möglichkeiten zum Ausdruck von Gefühlen
  • Themenorientierte Körper- und Bewegungsarbeit an individuell wichtigen Themen z. B. Umgehen mit Belastungsanforderungen, Abgrenzung, Selbstwerterleben, Interaktions- und Beziehungsmuster.

Die Umsetzung erfolgt über Inhalte aus Bereichen der Körperwahrnehmungen, tänzerischen, spielerischen und sportlichen Inhalten sowie Inhalten der Bewegungspsychotherapien.

Das ergotherapeutische Angebot der Tagesklinik hat laut Frau K. Linnenberger zum Ziel, Handlungsfähigkeit und Teilhabe in der alltäglichen Selbstversorgung, im Beruf oder in der Freizeit  zu ermöglichen.

Es werden interaktionelle, ausdruckszentrierte oder kompetenzzentrierte Methoden genutzt, die in verschiedenen Gruppen- und Einzeltherapien – wie z.B. einer Projekt- oder Spielegruppe – angeboten werden. Im Zentrum stehen dabei jeweils die alltagsbezogenen und persönlichen Wünsche des Patienten, die individuell variieren können:

Förderung der psychischen Grundleistungsfunktionen wie Antrieb, Motivation und Ausdauer, Ich-Stärkung, Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten wie Konzentration oder Gedächtnis, Aufbau einer neuen Tagesstruktur, Förderung von strukturiertem Arbeiten, Förderung von Interaktions- und Kommunikationsfähigkeiten oder das Erlernen von Entspannungsmöglichkeiten sind dabei mögliche Ziele, deren Umsetzung sowohl handwerklich/kreativ als auch alltags- und betätigungsorientiert erfolgen kann.

Alle Interventionen sind flexibel wählbar und verfolgen die Absicht, Selbstständigkeit und somit Lebensqualität im Alltag des Patienten (wieder) herzustellen.

Frau Klostermann bietet als Physiotherapeutin und Therapeutin für Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) Folgendes an:

Pilates und Wirbelsäulengymnastik sind physiotherapeutische Gruppenangebote für das sanfte ganzheitliche Training. Das Training kombiniert Atmung, Kraftübungen, Koordination und Stretching. Die Bewegungen sind dynamisch, rhythmisch und fließend. Regelmäßige Wirbelsäulengymnastik fördert die Körperwahrnehmung und reduziert deutlich Nackenverspannungen und Rückenschmerzen. Pilates fördert zusätzlich die Entspannungsfähigkeit.

Die Bewegungstherapie-Gruppe beinhaltet spielerisch angeleitete Bewegungsangebote (zum Beispiel Ballspiele) und angeleitete Körperwahrnehmung. Die Patienten bringen sich aktiv mit ihren Wünschen und Vorschlägen ein. Die Bewegungstherapie-Gruppe fördert die Beziehung zu sich selbst und die Beziehung zu den anderen Teilnehmern der Gruppe.

Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) ist eine körperbezogene, psychotherapeutische Methode. In der KBT ist der Körper der Ort des gesamten psychischen Geschehens. Die Angebote zur Wahrnehmung ermöglichen eine Erweiterung von positiven Erfahrungen mit dem Körper, die den Selbstwert stärken. Im Dialog mit dem Patienten entwickelt sich ein Beziehungsraum, der für neue Erfahrungen und aktives Handeln zur Verfügung steht.

Die Arbeitstherapie der Tagesklinik unter der Leitung von Frau E.  Ridder soll Sie mit verschiedenen Modulen (Lesegruppe, Kochgruppe und Handwerksprojekte),  an die Grundanforderungen des Arbeitslebens heranführen und Ihnen somit die Wiedereingliederung in den Ausbildung- und Arbeitsprozess sowie auch in den normalen Alltag erleichtern.

Ziel der Arbeitstherapie ist die Wiederherstellung und Erhaltung verloren gegangener Fähigkeiten, wie zum Beispiel:

  • Ausdauer
  • Konzentration
  • Kommunikation
  • Teamarbeit
  • Erfassung und Umsetzung von verbalen oder schriftlichen Arbeitsanleitungen
  • Sorgfalt und Genauigkeit.

 

Hierbei geht es um eine strukturierte Tätigkeit mit einem fest umschriebenen Ziel.

Die Arbeitstherapie der Tagesklinik bietet Ihnen die Möglichkeit ihre manuelle Geschicklichkeit sowie kognitiven Fähigkeiten  zu überprüfen und auszubauen. Das erlernen einfacher, kreativer Handwerksstücke, stellt ein optimales und beständiges Training dar.

Die regelmäßige  Teilnahme, Pünktlichkeit und Kommunikation in einer Gruppe wird Sie in diesem geschützten Rahmen stetig sicherer werden lassen.


Der Sozialdienst berät unter Berücksichtigung der Krankheitssituation individuell zu Leistungen, die in der Sozialgesetzgebung verankert sind, vermittelt psychosoziale Hilfen im Alltag, stellt nachsorgende Kontakte her, leitet Reha-Maßnahmen ein und arbeitet mit den sozialen Netzwerkpartnern zusammen. Berufspädagogische Maßnahmen (z.B. Praktika) werden zur Unterstützung der Rückkehr an den Arbeitsplatz vermittelt.

 
 
 
 

Leitung: Oberarzt Dr. med. Marcel Gerbaulet

Weitere Informationen finden Sie im Informationsflyer.