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Unsere Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte

Die Stabsstelle Vernetzte Medizin betreut und unterstützt folgende aktuelle Forschungsprojekte: 

  • Implementierung von Telemedizin in die Palliativversorgung des ambulanten Sektors von Nordrhein-Westfalen: IMPULS-NRW

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Die Stabsstelle Vernetzte Medizin verfügt über langjährige Erfahrung bei der Einwerbung und Durchführung von Forschungsprojekten im Bereich der Telemedizin. 

Folgende telemedizinische Projekte, an denen die Stabsstelle Vernetzte Medizin als Projektleitung oder -partner beteiligt war, wurden bereits erfolgreich abgeschlossen:

Mit dem Projekt Kompass D² wird durch gezielte Delirpräventionsangebote sowie Delirmanagementmaßnahmen eine Minimierung der Delirrate verfolgt. 

Kompass D² beruht auf zwei innovativen Komponenten, die eine umfassende Versorgung älterer Patient*innen im Krankenhaus sowie eine deutliche Senkung von Delirraten sicherstellen:

  1. Aufbau einer Versorgungskette, die die gesamte ambulante und stationäre Versorgung älterer Patient*innen umfasst.
  2. Entwicklung eines neuartigen Kompetenznetzwerks für Delirprävention und -management, in dem medizinische Versorger ihre Expertise telemedizinisch zusammenführen und Risikopatient*innen gemeinsam ortsübergreifend betreuen.

Weitere Informationen zu Kompass D²

Ambulante, intersektorale Versorgungsform, bei der Patient*innen ihren Augeninnendruck in ihrer häuslichen Umgebung mit einem sogenannten Selbsttonometer messen.

Weitere Infos finden Sie hier.

Die innovative Informations-, Beratungs- und technische Implementierungs-Plattform in NRW für den dauerhaften, kostendeckenden und tragfähig gegenfinanzierten Betrieb von Telemedizinprojekten mit nachgewiesenem Patientenschutz.

Im Vorhaben Telemedizin@NRW wird eine Plattform entwickelt, deren Konzept neben einem Informations- und Evidenzportal und einem modularen Beratungsservice die Bereitstellung zentraler technischer Dienste über ein telemedizinisches Ressourcen-Sharing umfasst. Leistungserbringer können sich über Telemedizin@NRW individuell passgenaue telemedizinische Anwendungslösungen zusammenstellen und einkaufen, um diese letztlich “schlüsselfertig” im Versorgungsalltag anzubieten. Telemedizin@NRW bietet somit das Portfolio von der Marktentwicklung über Beratung bis hin zu „schlüsselfertigen“ frei konfigurierbaren Use Cases.

  • Dermatologie: Datensichere Kommunikation zwischen Akteuren (mit Video), Patient Reported Outcome (aktuelle Laborparameter, standardisierte Fragebögen)
  • Kardiologie: Einsicht aktueller Daten durch den Arzt oder die Ärztin (Gerinnungswerte, Medikation) inkl. Alarmfunktion bei Grenzüberschreitung, Schulung der Patient*innen
  • COPD: Verbesserung der Versorgung von Patient*innen durch Vernetzung der Akteure (Haus- und Fachärzt*innen, Patient*innen)

Projektziele

  • Aufbau einer flächendeckenden telemedizinischen Netzwerkstruktur
  • Integration der Telemedizin in den Versorgungsalltag
  • Förderung von Innovation bei der Entwicklung neuer telemedizinischer Services

Zahlen & Fakten

Projektvolumen: ca. 3.9 Mio. Euro

Laufzeit: 3 Jahre (01.01.2019–31.12.2022)

Gefördert durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE 2014–2020)

Förderkennzeichen: EFRE-0801902


Projektpartner

  • Universitätsklinikum RWTH Aachen AöR (Projektleitung)
  • Universität Münster (Universität Münster) mit dem Universitätsklinikum Münster (UKM) und den Einrichtungen Stabsstelle Telemedizin, Klinik für Hautkrankheiten, Institut für Medizinische Informatik

sowie den Partnern:

  • Deutsche Gesundheitsdienste GmbH (DEGEDI)
  • medulife GmbH
  • Forcare GmbH

assoziierte Partner:

  • Digital Infusion
  • ZTG GmbH

Förderer

oVID, ein offenes und sicheres System zur Video-Kommunikation im Gesundheitswesen, dient der Verbesserung der Patientenversorgung außerhalb spezialisierter Zentren, vor allem auch im ländlichen Raum. Dabei ermöglicht oVID nicht nur Videokonferenzen, sondern auch erweiterte Kommunikation (z.B. Chatfunktion, Audiotelefonate, Bilddatenversand und Desktop-Sharing) von Ärzt*innen untereinander sowie zwischen Ärzt*innen und Patient*innen. So soll das Projekt die Vernetzung unterschiedlicher Personen und Berufsgruppen sowie die gleichzeitige Kommunikation mehrerer Einrichtungen mit Hilfe von Videokonferenzen ermöglichen. Zugleich soll es auch die Kommunikation zwischen Patient*innen und Leistungserbringenden vereinfachen.

  • Geburtshilfe: Hilfe bei pränatal-diagnostischen Fragestellungen durch Videokonferenzen und Bilddatenversand
  • Unfallchirurgie: Durchführung akuter und geplanter Videokonferenzen für unfallchirurgische Patient*innen aus dem TraumaNetzwerk NordWest
  • Palliativmedizin: Nachsorgende Behandlung der stationär entlassenden Palliativpatient*innen in enger Kooperation zum Palliativnetz Münster

Projektziele

  • Verbesserung der interklinischen Kommunikation
  • Sukzessive Etablierung eines anwenderfreundlichen und erweiterbaren Videokommunikationsnetzwerks
  • Verminderung von Patientenverlegungen

Zahlen & Fakten

Projektvolumen: ca. 2.6 Mio. Euro

Laufzeit: 3 Jahre (01.03.2019–28.02.2022)

Gefördert durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE 2014-2020)

Förderkennzeichen: EFRE-0801384


Projektpartner

  • Die Universität Münster mit dem Universitätsklinikum Münster und den Einrichtungen Stabsstelle Telemedizin (Projektleitung)
  • UKM Geburtshilfe
  • Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
  • Zentrale Einrichtung Palliativmedizin
  • Institut für Biometrie und Klinische Forschung
  • Zentrum für Klinische Studien Münster
  • Institut für Medizinische Informatik

sowie den Partnern:

  • La-Well Systems GmbH- ein Unternehmen der CompuGroup Medical Deutschland AG
  • MedEcon Ruhr GmbH

Assoziierte Partner:

  • TraumaNetzwerk NordWest (TNNW)
  • Palliativnetz Münster

Westdeutscher Teleradiologieverbund


Förderer

Das Projekt TELnet@NRW umfasste die Etablierung eines telemedizinischen, intersektoralen Netzwerks als neue digitale Struktur zur messbaren Verbesserung der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in den Sektoren Intensivmedizin und Infektiologie. Hierfür wurden die 17 teilnehmenden Partner-Krankenhäuser und die beteiligten Arztpraxen zweier Ärztenetze mit den jeweiligen Fachärzt*innen der Telemedizinzentren des Universitätsklinikums Münster und des Universitätsklinikums Aachen durch regelmäßige Televisiten verbunden. Durch die digitale Zusammenarbeit konnte die hochspezialisierte Fachexpertise am benötigten Ort zeitnah, flexibel und kosteneffizient zur Verfügung gestellt und die Behandlungsqualität und Effizienz der Patientenversorgung messbar optimiert werden. Für die jeweils vor Ort tätigen Ärzt*innen bedeutete diese digitale Zusammenarbeit eine bedarfsgerechte Entscheidungshilfe, die zusätzliche hochspezialisierte ärztliche Expertise zeitnah, rund um die Uhr und Kosten-Nutzen-effizient am jeweils notwendigen Ort zur Verfügung stellt. Insgesamt wurden über 150.000 Patient*innen in die Studie eingeschlossen und über 10.000 Patient*innen telemedizinisch betreut.


Projektziele

  • Aufbau eines sektorenübergreifenden telemedizinischen Netzwerks in Nordrhein-Westfalen als neue digitale Versorgungsform (Modelregionen Aachen und Münster bzw. Münsterland)
  • Weiterentwicklung regionaler, ressourcenschonender Versorgungsstrukturen
  • Messbare Verbesserung der Behandlungsqualität und der Effizienz der Patientenversorgung im Bereich der Intensivmedizin und der Infektiologie durch den digitalen Austausch der Projekt-Krankenhäuser und Praxisnetze mit den jeweiligen Fachärzt*innen des UKA und des UKM
  • Zielgruppen sind ambulante sowie stationäre Patient*innen mit infektiologischer Fragestellung und schwerkranke Intensivpatient*innen mit definierten Indikationen
  • Optimierung der Antibiotikaverordnungen und Förderung einer leitliniengerechten Therapie
  • Übergang dieser innovativen Versorgungsstruktur in die Regelversorgung

Zahlen & Fakten

Projektvolumen: rd. 20 Mio. Euro

Laufzeit: 3 Jahre (01.02.2017–31.01.2020)

Gefördert durch Mittel des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA); derzeit Übergangsfinanzierung mithilfe der Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen

Förderkennzeichen: 01NVF16010

Anzahl der eingeschlossenen Patient*innen: über 150.000

Anzahl der telemedizinisch betreuten Patient*innen: über 10.000


Projektbeteiligte

Konsortialführung und Gesamtprojektleitung: Universitätsklinik RHTW Aachen

Regionale Projektleitung für das Münsterland: Universität Münster mit dem Universitätsklinikum Münster unter Beteiligung der Stabsstelle Telemedizin und der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Weitere Projektbeteiligte:

  • Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg gGmbH
  • Christophorus-Kliniken GmbH, Coesfeld
  • Eifelklinik St. Brigida Simmerath
  • Ev. Krankenhaus Johannisstift Münster gGmbH
  • Franziskushospital Aachen GmbH
  • Josephs-Hospital Warendorf
  • Klinikum Hochsauerland GmbH, Karolinen-Hospital Hüsten, Marienhospital Arnsberg
  • Krankenhaus Düren
  • Kreiskrankenhaus Dormagen
  • Kreiskrankenhaus Grevenbroich St. Elisabeth
  • St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
  • Mathias Stiftung / Jacobi-Krankenhaus Rheine
  • St. Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen
  • St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich
  • St. Josef Krankenhaus Linnich
  • UKM Marienhospital Steinfurt
  • Ärztekammer Westfalen-Lippe
  • Ärztekammer Nordrhein
  • MuM – Medizin und mehr eG
  • GKS Gesundheitsnetz Köln-Süd
  • Techniker Krankenkasse
  • Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW)
  • Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH (ZTG) aus Bochum
  • Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld

Publikationen & weiterführende Links

Auf den etablierten Strukturen des Projekts TELnet@NRW baut seit Beginn der Corona-Pandemie die Einrichtung der Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses des Landes Nordrhein-Westfalen auf. Kliniken können landesweit telemedizinisch die Fachexpertise der Universitätskliniken Münster und Aachen einholen - derzeit in den Bereichen Infektiologie und Intensivmedizin zur Behandlung von an COVID-19 erkrankten Patientinnen und Patienten. In Kürze erfolgt die Ausweitung auf weitere Fachgebiete.

Mehr Informationen zum Ablauf finden Sie hier: https://www.mags.nrw/virtuelles-krankenhaus.

Im Projekt T.I.M.E. wurde zwischen zwei Teilprojekten unterschieden. Das Teilprojekt „Notfalldaten“ untersuchte in zwei Simulationsstudien den Einfluss des Notfalldatensatzes auf die präklinische Versorgung. Im Rahmen der Studien wurde in simulierten Notfallszenarien die gängige Behandlungspraxis mit der unterstützten Behandlung durch einen vor Ort verfügbaren Notfalldatensatzes verglichen.

Außerdem beschäftigten sich die Akteure des Projekts damit herauszufinden, wie die Verfügbarkeit von Notfalldatensätzen erhöht werden kann. Hierzu wurden Prototypen der digitalen Anwendung „die Notfallakte“ für das Smartphone und den Desktop-PC entwickelt und in Workshops mit Notfallmedizinern evaluiert.

Im Teilprojekt „Tele-Schockraum“ wurde ein umsetzungsfähiges Konzept zur telematischen Unterstützung der Schockraumversorgung in regionalen und lokalen Traumazentren durch überregionale Traumazentren entwickelt und evaluiert. Durch Video- und Audiokommunikation sowie Datenübertragung von z.B. Bildgebung oder Befunden zwischen den Kliniken wurde eine digital unterstütze Betreuung von Schwerverletzten erprobt.


Projektziele

  • Entwicklung innovativer und nutzerorientierter Informations- und Kommunikationslösungen im Bereich der Notfallmedizin
  • Flächendeckende Erhöhung der Qualität, Sicherheit und Effizienz der Notfallversorgung

Zahlen & Fakten

Projektvolumen: ca. 4,1 Mio. Euro

Laufzeit: 3 Jahre (01.03.2016–28.02.2019)

Gefördert durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE 2014-2020)

Förderkennzeichen: EFRE-0800196


Projektpartner

Universität Münster mit dem Universitätsklinikum Münster und den Einrichtungen

  • Stabsstelle Telemedizin (Projektleitung)
  • Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
  • UKM Trainingszentrum
  • Institut für Biometrie und Klinische Forschung
  • Institut für Medizinische Informatik
  • Zentrum für Klinische Studien Münster

Weitere Projektpartner:

  • CompuGroup Medical Deutschland AG
  • Visus Health IT GmbH
  • Institut für Sicherheit und Datenschutz im Gesundheitswesen (ISDSG)
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) e.V.

Assoziierte Partner:

  • Akademie der Unfallchirurgie GmbH (AUC) 
  • Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (als fachlicher Beirat)
  • Bundesärztekammer (als fachlicher Beirat)

Publikationen


Förderer

In dem Verbundvorhaben wurde die technische und prozessuale Infrastruktur für ein landesweites Netzwerk zur telemedizinischen Falldatenkommunikation in Nordrhein-Westfalen aufgebaut und damit ein maßgeblicher Beitrag zur einrichtungs-, sektoren- und standort-übergreifenden Nutzung elektronischer Falldaten und Akten geleistet. Basierend auf internationalen Standards wurde ein flächendeckendes Kommunikationsangebot entwickelt. Zur Gewährleistung der notwendigen Interoperabilität erfolgte die Umsetzung anhand sogenannter IHE Integrationsprofile basierend auf der Integrationsfamilie XDS.


Projektziele

  • Aufbau eines landesweiten Netzwerkes zur telemedizinischen Falldatenkommunikation in Nordrhein-Westfalen
  • Beitrag zur einrichtungs-, sektoren-, und standort-übergreifenden Nutzung elektronischer Falldaten und Akten

Zahlen & Fakten

Projektvolumen: ca. 3,49 Mio. Euro

Laufzeit: 3 Jahre (01.03.2016–28.02.2019)

Gefördert durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE 2014–2020)

Förderkennzeichen: EFRE-0800217


Projektpartner

Projektleitung: MedEcon Ruhr GmbH

Weitere Projektpartner:

  • VISUS Technologie Transfer GmbH
  • Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil
  • St. Josef Krankenhaus / Katholisches Klinikum Bochum
  • Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum
  • Marien Hospital Herne / Elisabeth-Gruppe Rhein/Ruhr
  • Universität Münster mit dem Universitätsklinikum Münster und den Einrichtungen Stabsstelle Telemedizin und Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
  • ReHa Bad Sassendorf
  • RZV Rechenzentrum Volmarstein GmbH
  • HITS Healthcare IT Solutions GmbH
  • DMI GmbH & Co. KG
  • CompuGroup Medical AG
  • contec GmbH
  • Hochschule Niederrhein
  • Institut für Arbeit und Technik
  • Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement GmbH (EsFoMed GmbH)
  • IHE Deutschland e.V.

Assoziierte Partner:

  • Techniker Krankenkasse
  • Beauftragter der Landesregierung NRW für Patientinnen und Patienten
  • MedEcon Telemedizin GmbH
  • Westdeutsche Gesundheitszentrum Holding

Im Bereich der Notfallmedizin konzentrieren sich bestehende Innovations- und Entwicklungsvorhaben auf Indikationen mit einer großen Fallzahl in den Bereichen der Schlaganfall-, Herz-Kreislauf- und Traumaversorgung, wofür auch Richtlinienvorgaben existieren. Im Gegensatz dazu bestehen für Sonder- und Spezialfälle, welche zumeist nur in hochspezialisierten Kliniken versorgt werden können, noch keine medizin- und verkehrstelematischen Unterstützungskonzepte, obwohl durch die Expertise in den Maximalversorgungseinrichtungen der BG Kliniken und Universitätskliniken ein hohes Potenzial der telematischen Unterstützung für das Notfallpersonal am Unfallort vorhanden ist.


Projektziele

Entwicklung und Pilotierung der technisch möglichen Umsetzungen zur hochinnovativen Bild-, Video- und Datenübertragung für eine Vernetzung von Notärzten vor Ort mit stationärem Arztpersonal der Maximalversorger (BGU, UK) für die Anamnese-, Diagnose- und Therapieunterstützung von Schwerstverletzten auf der Basis von Vorgängerprojekten zur Telematik


Zahlen & Fakten

Projektvolumen: ca. 680.000 Euro

Laufzeit: 2 Jahre (01.01.2018–31.12.2019)

Gefördert durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE 2014–2020)

Förderkennzeichen: EFRE-0800744


Projektpartner

  • Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML
  • paluno - The Ruhr Institute for Software Technology / Universität Duisburg-Essen
  • Universität Münster mit dem Universitätsklinikum Münster und den Einrichtungen Stabsstelle Telemedizin und Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
  • GeoMobile GmbH

Assoziierte Partner:

  • Notfallpädagogisches Institut Essen
  • 1Opwoco GmbH
  • Rettungsdienst Kreis Steinfurt

Förderer

Im Rahmen des Projekts NFDM-Sprint der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik), an dem die Bundesärztekammer, das Universitätsklinikum Münster (UKM) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) beteiligt waren, haben Hausärzte und niedergelassene Internist*innen sowie Ärzt*innen des UKM getestet, wie sich Notfalldaten möglichst leicht erfassen lassen.

Die Erfahrungen, die die beteiligten Ärzt*innen und Medizinischen Fachangestellten in der Region Münster im Verlauf dieses Forschungsprojekts machten, werden zu einer anwendergerechten und zukunftssicheren Entwicklung des Notfalldaten-Managements beitragen.

Der Begriff Notfalldaten-Management (NFDM) steht für den Umgang mit Informationen, die auf Wunsch der Versicherten auf der elektronischen Gesundheitskarte abgelegt werden und so den Behandelnden in einer medizinischen Notfallsituation weiterhelfen sollen. Hierbei wird unterschieden zwischen dem Notfalldatensatz mit notfallrelevanten medizinischen Informationen und dem Datensatz Persönliche Erklärungen (DPE) des Patienten oder der Patientin. Der NFD kann zum Beispiel Angaben zu Diagnosen, Medikation oder Allergien enthalten, der DPE Hinweise zum Aufbewahrungsort etwa einer Patientenverfügung. Im Notfall können Ärzt*innen oder Notfallsanitäter*innen diese Informationen unter Nutzung ihres elektronischen Heilberufsausweises abrufen.


Projektziele

  • Erkenntnisgewinn, wie die Anlage von Notfalldaten bestmöglich durch Primärsysteme, d.h. Praxisverwaltungssystem und das Krankenhausinformationssystem, unterstützt werden kann
  • Anwendergerechte und zukunftssicheren Entwicklung des Notfalldaten-Managements

Zahlen & Fakten

Laufzeit: 01/2016–01/2017

Anzahl Studienteilnehmer*innen: 25 Hausärzt*innen, 6 Fachinternist*innen sowie 7 Krankenhausärzt*innen des Universitätsklinikums Münster haben für rund 2.600 Patient*innen Notfalldatensätze (NFD) und 573 Datensätze "Persönliche Erklärungen" (DPE) angelegt.


Projektpartner

Projektleitung:

  • Gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH)
  • Bundesärztekammer

Weitere Projektpartner:

  • Universitätsklinikum Münster mit den Einrichtungen Stabsstelle Telemedizin, Geschäftsbereich IT, Zentrum für Klinische Studien Münster und Institut für Medizinische Informatik
  • InterData Praxiscomputer GmbH
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Gesundheitsmanagement  

Publikationen

Weiterführende Informationen zum Thema Notfalldaten-Management finden Sie unter https://www.gematik.de/anwendungen/notfalldaten/

Im Rahmen des erfolgreich abgeschlossenen telemedizinischen Projektes MA-RIKA wurden in der Region Münsterland (Modellregion) die für die akute prä-klinische und klinische Versorgung lebensbedrohlicher Notfälle älterer Menschen wichtigen Informationen zur Wahl der nächsten geeigneten Klinik zentral gebündelt und dem Fachpersonal (Leitstellen, Rettungskräfte, Notärzte und Klinikärzte) mittels Smartphone-Applikation (Prototyp) zur Verfügung gestellt. Ermöglicht wurde außerdem eine einfache, direkte Kontaktaufnahme zwischen Notarzt bzw. Notärztin und zuständigem Facharzt oder Fachärztin der Klinik über eine spezielle Hotline der Neurologie-, Kardiologie- und Traumazentren. Die Patient*innen sollten unter Einbeziehung der Leitstellen direkt der Fachabteilung zugewiesen und ein Zeitverlust durch unklare Kommunikationswege reduziert werden.

Durch eine angepasste prototypische Smartphone-Applikation konnten Bürger in die Lage versetzt werden, über die ortsgebundene Suche Informationen zu der gewünschten, nächst gelegenen Fachabteilung oder zu (zertifizierten) Zentren wie etwa Traumazentren, Stroke Units und Chest Pain Units erhalten.

Zudem wurde der von der Bundesärztekammer (BÄK) für die elektronische Gesundheitskarte (eGK) entwickelten Notfalldatensatz (NFD) inhaltlich validiert. Hierbei standen die Untersuchung der Gebrauchstauglichkeit des NFD und der dazugehörigen Ausfüllanweisungen sowie Analysen zu Sensitivität, Selektivität und dem erwarteten Nutzen des Datensatzes im Mittelpunkt.


Projektziele

  • Verbesserung der Kommunikation des medizinischen Fachpersonals untereinander
  • Zentrale Bündelung der für die akute prä-klinische und klinische Versorgung lebensbedrohlicher Notfälle älterer Menschen wichtigen Informationen zur Wahl der nächsten geeigneten Klinik
  • Bereitstellung der Informationen mittels zweier Smartphone-Applikationen (Prototypen) – einer für das Fachpersonal (Leitstellen, Rettungskräfte, Notärzte und Klinikärzte) sowie einer für die Bürger
  • Reduktion des Zeitverlustes aufgrund unklarer Kommunikationswege durch Zuweisung der Patient*innen unter Einbeziehung der Leitstellen direkt an die Fachabteilung
  • Inhaltliche Validierung des von der Bundesärztekammer (BÄK) für die elektronische Gesundheitskarte (eGK) entwickelten Notfalldatensatzes (NFD)

Zahlen & Fakten

Projektvolumen: ca. 1.2 Mio. Euro

Laufzeit: 2,5 Jahre (01.02.2013–31.07.2015)

Gefördert wurde das Projekt vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Ziel2-Programms NRW 2007–2013 mit Mitteln der Europäischen Union.

Förderkennzeichen: 005-GW04-114A-D


Projektpartner

  • Universität Münster mit dem Universitätsklinikum Münster und den Einrichtungen
  • Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie (Projektleitung)
  • Institut für Medizinische Informatik (IMI)

Weitere Projektpartner:

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
  • Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin (DLR e.V.)
  • opwoco GmbH
  • metacrew consulting GmbH

Publikationen


Förderer