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Hospital Mobility – aktiv im Krankenhaus

Bringen Sie Bewegung in Ihren Krankenhausaufenthalt!

Sie bereiten sich auf einen Krankenhausaufenthalt vor oder besuchen eine*n Angehörige*n? Dann lohnt es sich, Bewegung von Anfang an mitzudenken. Denn auch während eines Krankenhausaufenthalts gilt: Jede Bewegung zählt und kann dazu beitragen, mobil und selbstständig zu bleiben.

Viele Patient*innen verbringen im Krankenhaus einen großen Teil des Tages im Bett – auch wenn dies medizinisch nicht immer notwendig ist. Natürlich braucht der Körper bei einer Erkrankung ausreichend Ruhe und Erholung. Langes Liegen und zu wenig Bewegung können jedoch dazu führen, dass Kraft, Ausdauer und Selbstständigkeit abnehmen.

Schon wenige Tage Bettruhe können den Körper schwächen und zum Abbau von Muskulatur führen. Besonders bei älteren oder bereits geschwächten Menschen kann dieser Prozess schnell voranschreiten.

Regelmäßige Bewegung während des Krankenhausaufenthalts kann dabei helfen, aktiv zu bleiben und die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern. Dabei muss es nicht gleich Sport sein: Bereits kurze Wege, kleine Übungen im Bett oder Bewegungen im Sitzen können wertvolle Impulse geben.

Was kann ich während meines Krankenhausaufenthalts tun?

Natürlich hängen Ihre Möglichkeiten, aktiv zu bleiben, von Ihrem Gesundheitszustand und dem Grund für Ihren Krankenhausaufenthalt ab. Versuchen Sie, so aktiv wie möglich zu bleiben – auf eine Weise, die zu Ihnen passt. Das kann vom selbstständigen Waschen und Anziehen über kurze Wege auf dem Flur bis hin zu einem Spaziergang oder gezieltem Training reichen.
Als Orientierung gilt: Wenn es Ihr Gesundheitszustand erlaubt, versuchen Sie, über den Tag verteilt mindestens 25 Minuten zu gehen. Dabei müssen die 25 Minuten nicht am Stück erreicht werden – auch mehrere kurze Gehphasen zählen.

Was können Sie durch eine aktive Tagesgestaltung erreichen?

Bewegung ist gesund und spielt auch während des Krankenhausaufenthaltes eine wichtige Rolle. Jede auch noch so kleine Aktivität ist wichtig und fördert Ihre Gesundheit.

Hinweis

  • Führen Sie die nachfolgenden Übungen so aus, dass Sie eine mittelschwere Belastung spüren (Richtwert: 3 Serien à 8 bis 15 Wiederholungen).
  • Steigerungen der Übungsintensität sind durch Hinzunahme von Gewichten oder die Nutzung eines Therabandes möglich.
  • Die Übungen sollten Ihnen keine Schmerzen oder Unwohlsein bereiten.
  • Bitte sprechen Sie bei Fragen oder Unsicherheiten das Gesundheitspersonal auf der Station an.

| Übungen aus Rückenlage

Grundspannung

Legen Sie sich auf den Rücken und stellen Sie die Beine nacheinander etwa hüftbreit nebeneinander auf. Die Arme liegen gestreckt neben dem Körper. Ziehen Sie die Fußspitzen ran und drücken Sie die Fersen in die Unterlage. Der Bauchnabel wird in Richtung Wirbelsäule gezogen. Drücken Sie die Arme in die Unterlage. Führen Sie das Kinn zur Kehle und haben Sie den Kopf leicht ab. Halten Sie die Spannung bewusst für einige Atemzüge.

Aktivierung der Waden

Nehmen Sie eine bequeme Position in Rückenlage ein. Ziehen Sie nun abwechselnd die Fußspitzen bei gestrecktem Knie zur Nase und strecken Sie sie wieder weg.

Beine anziehen

Nehmen Sie eine bequeme Position in Rückenlage ein. Ziehen Sie ein Bein zum Gesäß. Dabei schleift die Ferse über die Matratze. Danach strecken Sie das Bein kontrolliert wieder aus und führen die Übung nun wechselseitig durch.

Äpfel pflücken

Nehmen Sie eine bequeme Position in Rückenlage ein. Stellen Sie beide Beine auf. Nun strecken Sie wechselseitig die Arme Richtung Decke aus. Bewegen Sie Arme und Hände als würden Sie damit Äpfel pflücken und diese in einen Korb legen (die Übung kann im Sitz und Stand ebenfalls durchgeführt werden).

| Übungen im Sitzen

Schultern kreisen

Nehmen Sie einen aufrechten Sitz an der Bettkante oder auf einem Stuhl ein. Legen Sie Ihre Hände locker auf dem Oberschenkel ab. Beginnen Sie nun ihre Schultern in großen Bewegungen zu kreisen. Wechseln Sie nach einiger Zeit die Bewegungsrichtung.

Knie heben

Begeben Sie sich in eine aufrechte Sitzposition. Rutschen Sie mit dem Gesäß ein wenig vor. Beginnen Sie nun Ihre Knie wechselseitig zum Bauch zu ziehen. Achten Sie dabei auf eine stabile Haltung des Oberkörpers. Die Übung kann im Stand ebenfalls durchgeführt werden. Halten Sie sich dafür ggf. am Fußende des Bettes fest.

Diagonal Knie und Ellenbogen zusammenführen

Nehmen Sie eine aufrechte Sitzposition ein. Führen Sie jeweils diagonal ein Knie und einen Ellenbogen zusammen. Führen Sie auch diese Übung wechselseitig durch. Nach großen Operationen im Bauch- und Brustbereich bitten wir Sie von dieser Übung abzusehen.

| Übungen im Stehen

Aufstehtraining an der Bettkante

Begeben Sie sich in eine aufrechte Sitzposition. Rutschen Sie mit dem Gesäß ein wenig vor. Stellen
Sie sich nun vor, Sie möchten aufstehen. Heben Sie das Gesäß dafür einige Zentimeter von der Sitzfläche ab und halten Sie die Position einen Moment. Dann setzen Sie sich wieder hin.

Zehenspitzenstand

Stellen Sie sich ans Fußende Ihres Bettes. Bei Bedarf können Sie sich am Fußende festhalten. Nun stellen Sie sich auf Ihre Zehenspitzen. Drücken Sie sich so weit nach oben, wie möglich. Dann lassen Sie die Fersen langsam wieder absinken. Wiederholen Sie die Bewegung, bis Sie eine deutliche Anstrengung in den Waden spüren.

Seitliches Beinheben

Stellen Sie sich ans Fußende Ihres Bettes. Bei Bedarf können Sie sich am Fußende festhalten. Spreizen Sie nun ein Bein seitlich vom Körper ab und führen Sie es wieder an den Körper heran. Wiederholen Sie dies, bis Sie eine deutliche Anstrengung im Gesäß spüren. Dann wechseln Sie die Seite. Achten Sie darauf, dass sich Ihr Oberkörper nicht bewegt und aufgerichtet bleibt.

Bewegung mit einem Ziel verbinden

Gastronomische Angebote

Angebot

Öffnungszeiten

Bistro, Ebene 04 OstMontag bis Freitag: 10.00-18.00 Uhr; Wochenende und Feiertage: 12.00-18.00 Uhr
Café-Bistro 21 Osttäglich: 09.00-20.00 Uhr
Cafeteria, Ebene 05 WestMontag bis Freitag: 06.45-10.00 Uhr und 11.30-14.30 Uhr; Wochenende und Feiertage: 08.00-10.00 Uhr und 11.30-14.00 Uhr
Automatenkiosk, Ebene 04 Westrund um die Uhr geöffnet

 

Musikalische Angebote

Angebot

Ort und Zeit

Musik im VorübergehenEbene 05 West; Montag, Mittwoch und Donnerstag: 15.30-16.00 Uhr
KaffeehausmusikCafé-Bistro 21 Ost; Dienstag und Freitag: 15.00-16.00 Uhr, Donnerstag: 16.00-17.00 Uhr

Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über mögliche Änderungen der Öffnungs- und Veranstaltungszeiten. Beachten Sie außerdem die Hinweise Ihres Behandlungsteams, beispielsweise zu Ernährungsvorgaben oder zum Verlassen der Station.

Gut vorbereitet auf einen aktiven Krankenhausaufenthalt

Wie Patient*innen aktiv bleiben

| Was Sie für eine aktive Tagesgestaltung noch tun können

Spaziergänge

Aktivitäten mit anderen Patient*innen

Mahlzeiten am Tisch

Treppe statt Aufzug

Freizeitkleidung und festes Schuhwerk statt Pyjama

Setzen Sie sich jeden Tag ein Ziel, um aktiv zu bleiben!

Wie bereite ich mich auf einen aktiven Krankenhausaufenthalt vor?

Wenn möglich, bleiben Sie bereits vor Ihrem Krankenhausaufenthalt regelmäßig körperlich aktiv. Eine gute körperliche Ausgangslage kann Ihnen helfen, den Krankenhausaufenthalt besser zu bewältigen und anschließend wieder leichter in den Alltag zurückzufinden. Orientieren Sie sich dabei an den Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und wählen Sie Aktivitäten, die zu Ihnen passen.

Hilfreich ist es außerdem auch an praktische Dinge zu denken: Was Sie für mehr Bewegung im Krankenhaus mitbringen können, finden Sie in unserer Checkliste für den Krankenhausaufenthalt.
 

Checkliste: Was brauche ich, um in der Klinik mobil zu sein?

  • festes Schuhwerk
  • Brille und/oder Hörgerät
  • Handy und/oder Smartwatch (sofern vorhanden) zur Schrittzählung
  • Bequeme, lockere Kleidung, gerne eine Nummer größer, in der Sie sich auch außerhalb Ihres Zimmers wohlfühlen
  • bei Bedarf Gehhilfen, Rollator etc.
  • Beschäftigungsmaterialien wie Bücher, Zeitschriften oder kleine Spiele- und Rätselhefte, um sich im Aufenthaltsraum, auf dem Flur oder auch gemeinsam mit Angehörigen sinnvoll beschäftigen zu können
  • Ggf. eine kleine Umhängetasche oder einen Rucksack für Wertgegenstände*, damit beim Gehen die Hände frei bleiben

| Lena Frenz zu Gast im Podcast Risiko & Nebenwirkung

Kontakt

UKM Therapeutische Gesundheitsberufe | Lena Frenz

Lena Frenz

Fachbereichsleitung Physiotherapie - Erwachsene / Hospital Mobility Beauftragte

UKM Physiotherapie | Team | Meike Siemer

Maike Siemer

Pflegewissenschaftlerin (Hospital Mobility-Beauftragte)/Intensivpflegerin