Foto Händehygiene

Umfassendes Modell für Krankenhaushygiene

Hygiene wird am UKM groß geschrieben. Unser Institut für Hygiene gehört zu den führenden Einrichtungen in Deutschland.

Bei uns werden sehr viele schwerkranke Patientinnen und Patienten behandelt, die abwehrgeschwächt und daher besonders gefährdet sind. Am UKM besteht seit vielen Jahren ein umfassendes Hygienemanagement, in das erhebliche Personalressourcen investiert wurden.

Das UKM verfügt über die offiziellen Qualitätssiegel der KTQ und des EurSafety Health-Net.

Die nächsten Termine für unser Patientenseminar sind:

Dienstag, 05.06.2018 von 16.00 bis 17.00 Uhr, Zentralklinikum Ost, Ebene 05, Raum 403

Händehygiene

Ein Handschlag zur Begrüßung, das Öffnen einer Tür - wir verbreiten täglich vollkommen selbstverständlich Keime und setzen uns ihnen aus. Allein auf unseren Händen befinden sich circa 10 Millionen pathogene Mikroorganismen; eine beeindruckende Zahl. Besonders im Gesundheitswesen gelten die Hände von Mitarbeiter, aber auch Patienten und Besucher, daher als Hauptüberträger Krankenhauskeimen. Um diese Übertragungen zu verhindern, möchten wir Sie als Patienten und Besucher über die Rolle der Händehygiene informieren. Hier finden Sie weitere Informationen über Anlässe und Techniken der Händedesinfektion.

Krankenhausinfektionen

Krankenhausinfektionen sind Infektionen (Erkrankungen durch Erreger), die ein Patient im erst im Krankenhaus bekommt. Sie entstehen entweder durch Keime, die ein Patient sowieso auf der Haut, oder im Darm trägt oder Keimen, die durch Hände oder Instrumente von einem zum anderen Patienten getragen werden. Krankenhausinfektionen sollten immer vermieden werden. Das ist oft, aber nicht immer möglich. Fremdkörper (zum Beispiel Harnwegskatheter, Gefäßkatheter, Beatmungsschläuche) und Operationswunden sind besonders gefährdet. Weitergehende Informationen zu Krankenhausinfektionen finden Sie in folgender Broschüre.

Händehygiene und der richtige Umgang mit Fremdkörpern und Wunden (unter anderem wenig Manipulation) tragen entscheidend zum Verhindern von Krankenhausinfektionen bei. Die Mitarbeiter im Krankenhaus haben die größte Verantwortung das Risiko von Krankenhausinfektionen zu verhindern. Auf dem folgenden Merkblatt finden Sie die Informationen, wie Sie oder Ihre Angehörigen dazu beitragen können, noch einmal ausführlich zusammengestellt.

Weitere Informationen

http://www.aktion-sauberehaende.de

http://www.hygiene-tipps-fuer-kids.de

Bei Fragen sprechen Sie Ihr Stationspersonal an.


Einige Erreger haben Mechanismen entwickelt, durch die Antibiotika ihre Wirkung verlieren. Oft trägt man einen multiresistenten Erreger (MRE) auf der Haut oder im Darm, ohne das eine Krankheit entsteht (Kolonisation). Ruft der MRE eine Erkrankung hervor, wird dies als Infektion bezeichnet.

Wenn ein solcher Erreger eine Erkrankung auslöst, ist die Behandlung erschwert. Deswegen soll die Verbreitung dieser Erreger unbedingt verhindert werden.

Ein besonderes Risiko einen multiresistenten Erreger zu erlangen, haben Patienten mit Vorerkrankungen, vorherigen Krankenhausaufenthalten, Antibiotikatherapie und bei MRSA Kontakt zu landwirtschaftlichen Tieren.

Weitere Informationen zu Antibiotika-Resistenzen finden Sie in diesem Merkblatt.

Im Krankenhaus
Um die Übertragung auf andere Patienten zu verhindern, müssen in beiden Fällen spezielle Hygienemaßnahmen getroffen werden (zum Bespiel Einzelzimmer und Kontakt zu anderen nur mit Schutzkleidung).

Die Übertragung zu Angehörigen lässt sich in der Regel gut durch Händehygiene verhindern.

Zu Hause
Es gibt keine Einschränkungen im privaten Umgang mit anderen Menschen. Lediglich bei Personen, die beruflich in medizinischen Einrichtungen tätig sind, offene Wunden oder Hauterkrankungen (zum Beispiel Neurodermitis) aufweisen, abwehrgeschwächt oder schwer krank sind beziehungsweise kurz vor einem Krankenhausaufenthalt stehen, sollten zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.


Die drei häufigsten Multiresistenten Erreger

MRSA
Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus: Ein Keim, der häufig auf der Haut und im Nasen-Rachenraumvorkommt.

VRE
Vancomycin-resistente Enterokokken. Enterokokken kommen normalerweise im Darm vor.

MRGN
Multiresistente Gram-negative Erreger. Eine Gruppe von verschiedenen Keimen, die auf Grund der Art der Resistenz zu dieser Gruppe zusammengefasst werden. Die meisten der zu dieser Gruppe gehörenden Erreger sitzen auch im Darm).

Weitere Informationen


Clostridium difficile

Eine Antibiotikatherapie kann das Keimspektrum im Darm durcheinanderbringen. Dadurch kann es vorkommen, dass sich bestimmte Erreger wie Clostridium difficile vermehren, die dann schwere Durchfallerkrankungen auslösen. Hier können sie sich über Clostridium difficile informieren. 

Bei Fragen sprechen Sie ihr Stationspersonal an.

Informationsclip zum MRSA-Screening am UKM

MRSA-Screening am UKM

 
 
 
 

Kontakt

Institut für Hygiene
Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Mellmann
Leitender Krankenhaushygieniker

Direktor: Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. Helge Karch

Robert-Koch-Str. 41
48149 Münster
T 0251 83 52317
alexander.mellmann(at)­ukmuenster(dot)­de