ICUnetwork: Gemeinsam entscheiden, interprofessionell handeln – für verbesserte Intensivversorgung

Gemeinsam entscheiden
Seit 2019 stärkt das ICUnetwork die Zusammenarbeit auf den Intensivstationen des UKM mit einem klaren Fokus: Pflegende aktiv und verbindlich in Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse einzubeziehen.
Das Netzwerk wurde von Intensivpflegenden selbst iniitiert und wird eng durch das UKM Trainingszentrum begleitet. Es vereint pflegerische Expertise von neun Intensiv- und Observationsstationen des Erwachsenenbereichs - vertreten durch Pflegefachpersonen unterschiedlicher Erfahrung, Praxisanleiter*innen und Advanced Practice Nurses.
Klare Strukturen, festgelegt in der ICUnetwork-Policy und dem Organigramm, fördern Eigenverantwortlichkeit und sichern eine verlässliche, gemeinsame Entscheidungsfindung als gelebter Ansatz von Shared Decision Making im Sinne des Magnet®-Konzepts.


Interprofessionell handeln
Interprofessionelles Handeln im ICUnetwork bedeutet Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Ein offener, transparenter Austausch ohne Informationsbarrieren bildet die Grundlage der gemeinsamen Arbeit.
Das Netzwerk steht im regelmäßigen Dialog mit multiprofessionellen Expert*innengruppen des Hauses sowie mit den Pflegedienstleitungen und fördert so eine bereichsübergreifende Perspektive auf intensivpflegerische Themen. Durch regelmäßige, monatliche Treffen ist die Zusammenarbeit auf Nachhaltigkeit ausgelegt und schafft Raum für Innovation, Vernetzung und gemeinsames Lernen über Bereichs- und Berufsgrenzen hinweg.
Verbesserung der Intensivversorgung
Ziel von ICUnetwork ist es, die Qualität der Intensivversorgung kontinuierlich und dauerhaft zu verbessern.
Charakteristisch ist der konsequente Praxistransfer und die Ausrichtung an den Bedürfnissen der Patient*innen: Fragestellungen entstehen aus dem klinischen Alltag, werden gemeinsam bearbeitet und in fachlich fundierte, im Versorgungsalltag tragfähige Maßnahmen überführt. Beispiele hierfür sind die erfolgreiche Implementierung des “Stufenmobilisierungsplan für kritisch Erkrankte auf der Intensivstation” sowie das “Einarbeitungskonzept für neue Mitarbeiter*innen in der Pflege auf den Intensiv- und Überwachungsstationen". Durch Reflexion und Evaluation erfolgt eine fortlaufende Weiterentwicklung der Projekte.

„Der Stufenmobilisationsplan übersetzt die neue S3-Leitlinie zur Lagerung und Mobilisation schwerkranker Patientinnen und Patienten in die Praxis. Er ist das Ergebnis einer interprofessionellen Zusammenarbeit im ICUnetwork gemeinsam mit der Stabsstelle Therapiewissenschaft. Dabei wurde der Plan nicht nur gemeinsam entwickelt und breit abgestimmt, sondern auch erfolgreich in den Klinikalltag integriert – als lebendiges Instrument zur kontinuierlichen Verbesserung der Versorgung kritisch kranker Patientinnen und Patienten auf unseren Intensivstationen.“
Dr. rer. medic. Jochen Bräunig, Physiotherapeut und Medizinwissenschaftler
Projekt “Stufenmobilisierungsplan für kritisch Erkrankte auf der Intensivstation”

“Das Einarbeitungskonzept bietet uns eine einheitliche, strukturierte Einarbeitung auf den Intensivstationen am UKM. Neben der Strukturierung der sehr komplexen Aufgabe der Einarbeitung, können Mentoren durch verschiedene Level individuell auf alle neuen Mitarbeitenden mit unterschiedlichen Erfahrungsstufen eingehen. Fest geplante Feedbackgespräche sorgen zudem für einen engen Austausch zwischen Mitarbeitenden, Mentoren und der Stationsleitung. Die Entwicklung des neuen Mitarbeiters steht in dem gesamten Prozess stets im Mittelpunkt.”
Johanna Sievers, Fachgesundheits- und Krankenpflegerin für Intensivpflege und Anästhesie, Praxisanleiterin
Projekt “Einarbeitungskonzept für neue Mitarbeiter*innen in der Pflege auf den Intensiv- und Überwachungsstationen”


ICUnetwork: Gemeinsam Entscheidungen treffen - gemeinsam Exzellenz gestalten
Auf diese Weise leistet das ICUnetwork einen konkreten Beitrag
- zu einer patientenzentrierten Intensivversorgung,
- fördert die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und
- verankert Innovation nachhaltig im klinischen Alltag.
Von der Idee in die Praxis - Patientenzentriert. Interprofessionell. Wirksam.
