Projekt MACH-2 in der Allgemeinchirurgie
„MACH“ steht für Magnet (M) und Allgemeinchirurgie (ACH), die „2“ für doppelte Geschwindigkeit.
Im Mittelpunkt der MACH-2-Projekte steht interprofessionelle Zusammenarbeit. Pflegerische und ärztliche Teams arbeiten Hand in Hand mit Case Management, Sozialdienst, Physiotherapie, der Verwaltung und weiteren Bereichen.
Interprofessionelles Teamboard
Eine Maßnahme aus dem Kommunikationsbereich sind die „Teamboards“ auf den Stationen 10/11 und 3/4. Die verschiedenen Berufsgruppen der Station treffen sich wöchentlich an einem Whiteboard zu 15-minütigen Besprechungen, in denen Probleme und offene Fragen thematisiert oder Verbesserungsvorschläge vorgestellt werden.
Um die vielen Beteiligten und Themen im hektischen Berufsalltag in das anberaumte Zeitfenster zu bringen, übernimmt eine Person aus dem Team die Moderation und das Zeitmanagement. Die mit den Themen beschrifteten Karten an der Wand werden vorgelesen und dann werden von allen Berufsgruppen die verschiedenen Perspektiven einbezogen, um auszuloten, wie an dem Thema gearbeitet werden kann. Die Karten wandern dabei vom Status „offen“ über „in Arbeit“ nach „fertig“.
Die Zusammenarbeit verbessert sich, Patient*innen profitieren ebenfalls
Obwohl als Maßnahme vergleichsweise einfach gestaltet, haben die kurzen, aber intensiven Treffen, bei denen alle an einem Tisch sitzen, einen deutlich spürbaren Effekt: Die Zusammenarbeit hat sich verändert. Zudem sorgt das Board auch über die Treffen hinaus für Transparenz bei allen Verantwortlichen, weil sämtliche Absprachen und Maßnahmen dort jederzeit sichtbar sind. Abgeschlossene Themen gehen in neue feste Stationsregeln über oder werden erneut aufgegriffen und weiter bearbeitet. Patientinnen und Patienten profitieren so qualitativ dank der angestoßenen Prozessoptimierungen und quantitativ, weil dem Personal dadurch insgesamt mehr Zeit für die unmittelbare Versorgung bleibt.


Mit gemeinsamen Projekten zu einer wertschätzenden Unternehmenskultur
Das Beispiel Teamboard zeigt, wie eine Station Abläufe innerhalb einer Klinik verbessert. Viele Projekte dieser Art machen MACH-2 aus, das wiederum exemplarisch dafür steht, wie eine gesamte Klinik ihre Abläufe und Arbeitskultur optimiert. Zusammengenommen ergibt sich so UKM-weit ein Muster, das durch eine Vielzahl kleinerer und größerer, aber immer gemeinsam initiierter Projekte, zur Magnet-Zertifizierung führen soll – um engagierte Pflegekräfte zu finden und in einer Unternehmenskultur zu münden, in der alle Berufsgruppen gehört und gesehen werden.

„Mit der Einführung des Teamboards in meinem Bereich möchte ich den Pflegeteams der Allgemeinchirurgie für ihre aktive Unterstützung danken, unsere Offenheit für neue Projekte im Magnet-Prozess hervorheben und die Bedeutung des interprofessionellen Austauschs unterstreichen.“
Susanne Schubert, Pflegedienstleitung am UKM

„MACH-2 steht exemplarisch für unseren Weg: Wir entwickeln Pflege systematisch weiter, stärken Verantwortung und Zusammenarbeit über Berufsgrenzen hinweg und schaffen damit die Voraussetzungen für nachhaltige Qualität und attraktive Arbeitsbedingungen im gesamten UKM. Entscheidend ist dabei, dass Veränderungen aus den Teams heraus entstehen und im Alltag spürbar wirksam werden. So verankern wir Magnet-Prinzipien langfristig in unserer Organisation.“
Thomas van den Hooven, Pflegedirektor und Vorstandsmitglied des UKM






