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Neue Geburtshilfe am UKM eröffnet – Mehr Platz für Familien, kürzere Wege für mehr Sicherheit

Am UKM beginnt für die Geburtshilfe eine neue Ära. Nach langjähriger Planung ziehen Pränatalambulanz, Kreißsaal, geburtshilfliche Station und künftig auch die Neonatologie räumlich eng zusammen. Für werdende Eltern bedeutet das vor allem eines: eine moderne Umgebung mit kürzeren Wegen, die medizinische Sicherheit mit einem neuen familienfreundlichen Ambiente verbindet. | lwi

Wer ein Kind erwartet, wünscht sich eine sichere, vertrauensvolle und angenehme Umgebung für die Geburt. Am UKM (Universitätsklinikum Münster) bietet die Geburtshilfe seit ihrem Umzug in neue Räumlichkeiten jetzt noch bessere Bedingungen – egal ob für unkomplizierte Geburten oder Hochrisikoschwangerschaften. Medizinisch ist die Sektion der Frauenklinik als „Perinatalzentrum Level 1“ dank spezieller Strukturen und besonderer Qualifikationen der Mitarbeitenden ohnehin auf alle Eventualitäten eingestellt, doch neben der reinen Versorgungssicherheit spielt für viele (werdende) Eltern auch das Umfeld eine immer wichtigere Rolle. „In diesem Punkt waren unsere Räume baulich zuletzt nicht mehr zeitgemäß“, blickt Bettina Zumkley-Focke, Leitende Hebamme am UKM, realistisch auf einen der Gründe für den jetzt abgeschlossenen Umzug der Geburtshilfe, der sowohl strukturell als auch atmosphärisch Vieles verbessert.

Die neuen, deutlich größeren und helleren Räume der Geburtsstation bieten moderne Aufenthaltsqualität mit Hotel-ähnlichem Charakter. Auf der Wochenbettstation stehen nun 18 großzügige Doppelzimmer zur Verfügung, von denen sechs als Familienzimmer genutzt werden können – zuvor gab es zehn Zimmer, von denen nur zwei als Familienzimmer belegbar waren. Viele verfügen über Zugang zu einem großen Balkon mit Blick ins Grüne. Ein großzügiges Patientinnencafé lädt zum Auftanken und Verweilen ein. Im Multifunktionsraum finden Yogakurse statt — für die nahe Zukunft sind auch Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse geplant – und in einem gemütlichen Stillzimmer können sich Mutter und Kind in geschützter Atmosphäre kennenlernen.

Der neue Kreißsaalbereich bietet mehr Möglichkeiten

Herzstück der neuen Einheit ist der Kreißsaalbereich mit vier statt bisher drei Geburtszimmern, eines davon ausgestattet mit einer Geburtswanne. „Hier gibt es nun deutlich mehr Raum für Bewegung während der Geburt, für aufrechte Gebärpositionen und für die Begleitperson“, sagt Zumkley-Focke. „Die Kombination aus modernster Ausstattung in den neuen Räumen und einer rund um die Uhr gewährleisteten oberärztlichen Präsenz direkt in der Klinik ermöglicht es uns, die Sicherheit für Mutter und Kind während und nach der Geburt weiter zu erhöhen“, zeigt sich auch Prof. Hanker, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, beeindruckt von den neuen Möglichkeiten in dem modernen Kreißsaal. Ergänzt wird der Bereich durch drei CTG-Räume und einen Überwachungsraum für maximale Sicherheit. Ein Operationssaal befindet sich ebenfalls direkt im Kreißsaalbereich. An ihn schließt sich der Raum der Neonatologie an, in dem Neugeborene, die Unterstützung benötigen, erstversorgt werden können. 

„Der kurze Weg vom Kreißsaal zur Neonatologie ist eine deutliche Verbesserung, da jeder Transport insbesondere für ein extrem Frühgeborenes eine Belastung darstellt“, sagt Privatdozentin Dr. Mareike Möllers, Leiterin der Geburtshilfe am UKM. „Die Nähe der Bereiche und die moderne Ausstattung sorgen so für noch mehr Sicherheit, insbesondere in Notfallsituationen.“

Mit den neuen Räumlichkeiten entstehen außerdem zusätzliche Aufgabenbereiche für das Pflegepersonal. „Dazu gehört unter anderem die Betreuung schwer kranker Patientinnen im Observationszimmer“, erläutert Möllers. „Außerdem begleiten wir häufiger Paare, die ein Sternenkind erwarten.“ Für solche besonders sensiblen Situationen bieten die neuen Räume nun deutlich bessere Rahmenbedingungen.

„Viele Kolleginnen und Kollegen haben über Jahre an der Planung mitgewirkt. Einige sind inzwischen schon im Ruhestand. Ich freue mich sehr, dass ich noch eine Weile in den neuen Räumen arbeiten darf“, sagt Zumkley-Focke und Möllers ergänzt: „Besonders stolz bin ich auf die Mitarbeitenden aus unserem Team, die im laufenden Betrieb unglaublich viel Arbeit und Zeit in diesen Umzug investiert haben.“
 

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