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Neues Licht fürs UKM: Studierende der TH OWL präsentieren Beleuchtungskonzepte

Wie kann Licht Orientierung schaffen, das Wohlbefinden stärken und klinische Räume atmosphärisch aufwerten? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Studierende der Innenarchitektur im Rahmen des Projekts „Neues Licht fürs UKM“. Die Ergebnisse wurden am 14. April direkt im Universitätsklinikum Münster präsentiert – in einem außergewöhnlichen Praxisformat mit direktem Bezug zur realen Bau- und Planungspraxis. | Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Entstanden sind die Arbeiten an der Detmolder Schule für Gestaltung im Modul „Grundlagen der Lichtgestaltung II“ unter der Leitung von Professorin Mary-Anne Kyriakou, Vertretungsprofessor Sascha Homburg sowie der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Valerie Meyer. Insgesamt arbeiteten rund 140 Studierende im Wintersemester 2025/26 an gesundheitsorientierten Raum- und Lichtkonzepten für sensible Klinikbereiche des UKM. Im Fokus standen insbesondere Eingangs- und Erschließungszonen sowie die orthopädische Abteilung im Westturm.

Die Konzepte widmeten sich den besonderen Anforderungen mit zum Teil fensterlosen Bereichen und entwickelten Lösungen, die Funktionalität, Orientierung und Aufenthaltsqualität miteinander verbinden. Grundlage der Entwürfe waren intensive Analysen, Recherchen und gestalterische Studien zum Zusammenspiel von Raum, Licht und Nutzererlebnis.

Für die Abschlusspräsentation wurden zehn studentische Arbeiten ausgewählt und direkt vor Ort im Klinikum vorgestellt. Mitarbeitende und Besuchende des UKM konnten die Entwürfe im Rahmen einer Ausstellung erleben und so Einblicke in den kreativen und technischen Entwurfsprozess der Innenarchitektur gewinnen.

Die Präsentationen erfolgten vor einer interdisziplinär besetzten Jury aus Vertreter*innen des Klinikums, der Architektur, des Infrastrukturmanagements und der Unternehmenskommunikation. Neben den Lehrenden gehörten unter anderem Dr. Christoph Hoppenheit (stellv. Vorstandsvorsitzender, Kaufmännischer Direktor), Dr. Vincent Hofbauer (Leiter der Stabsstelle UKM International des Ärztlichen Direktors), Bettina Hufe (Geschäftsführerin der UKM Infrastruktur Management GmbH), Andreas Benesch (Verantwortlicher Architekt für die Campusentwicklung, UKM Infrastruktur Management GmbH), Alexander Tanner (Geschäftsbereichsleiter Unternehmenskommunikation) und Marco Beckmann (UKM-Werkfeuerwehr) zur Jury.

„Eine gezielte Lichtgestaltung unterstützt unterschiedliche Anforderungen im Krankenhaus: Während Untersuchungsräume von konzentrationsförderndem Licht profitieren, schaffen warme Lichtfarben in Wartebereichen eine beruhigende Atmosphäre und können Ängste mindern. Die Zusammenarbeit mit den Studierenden der TH OWL war für uns inspirierend, da sie neue Perspektiven und innovative Ideen in die Gestaltung eingebracht hat“, betont Bettina Hufe, Geschäftsführerin der UKM Infrastruktur Management GmbH.

Für die Studierenden bot das Format eine seltene Gelegenheit, ihre Konzepte in einem professionellen Pitch-Setting vor hochrangigen Fachvertreter*innen zu präsentieren und zu verteidigen. Gleichzeitig eröffnete der Termin wertvolle Einblicke in reale Entscheidungs- und Bewertungsprozesse großer Infrastrukturprojekte sowie Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und Networking.

Professorin Mary-Anne Kyriakou hob hervor: „Die Arbeit im realen klinischen Kontext ermöglicht den Studierenden einen besonders intensiven Zugang zu den Anforderungen von Lichtplanung im Gesundheitsbau. Gerade die Verbindung aus Analyse, Entwurf und direkter Präsentation vor einer interdisziplinären Jury macht den einzigartigen Mehrwert des Projekts aus.“

Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Hochschullehre und institutionelle Praxis erfolgreich miteinander vernetzt werden können. Und wie studentische Konzepte Impulse für zukünftige Entwicklungen im Gesundheitsbau geben.