Prof. Philippe Grieshaber in den Vorstand der DGTHG-Arbeitsgemeinschaft gewählt
Prof. Philippe Grieshaber, Leiter der Sektion Kinderherzchirurgie am UKM (Universitätsklinikum Münster), ist in den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft (AG) für Chirurgie angeborener Herzfehler und Kinderherzchirurgie der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) gewählt worden. Die Wahl fand im Rahmen der Sommertagung der AG am 03./04. Juli 2026 in Mainz statt.

Die AG ist die zentrale fachliche Vertretung der Chirurgie angeborener Herzfehler und Kinderherzchirurgie im deutschsprachigen Raum. Sie setzt sich für die Sicherstellung der strukturellen Voraussetzungen einer qualitativ hochwertigen Versorgung von Kindern mit angeborenen Herzerkrankungen sowie von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) ein. Darüber hinaus engagiert sie sich für die Qualitätssicherung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Aus-, Fort- und Weiterbildung in diesem hochspezialisierten Fachgebiet. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen meiner Kolleginnen und Kollegen. Unser Fach lebt von der engen Zusammenarbeit über Disziplinen und Standorte hinweg. Im Vorstand der AG möchte ich dazu beitragen, die hohen Qualitätsstandards in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit angeborenen Herzfehlern weiterzuentwickeln und zugleich die Aus- und Weiterbildung der nächsten Generation von Chirurginnen und Chirurgen für angeborene Herzfehler zu stärken“, sagt Grieshaber.
Für das UKM unterstreicht die Wahl die wachsende Bedeutung des Standorts in der Versorgung von Menschen mit angeborenen Herzfehlern. Die Sektion Kinderherzchirurgie arbeitet dabei eng mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin - Pädiatrische Kardiologie, der Klinik für Innere Medizin III – Angeborene Herzfehler (EMAH) und Klappenerkrankungen, der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, der Klinik für Erwachsenenherzchirurgie und verschiedenen weiteren Disziplinen zusammen. Gemeinsam begleiten die Expertinnen und Experten Betroffene und deren Familien entlang des gesamten Versorgungspfads – von der pränatalen Beratung über die operative Behandlung im Neugeborenen- und Kindesalter bis hin zur spezialisierten Betreuung Erwachsener mit angeborenen Herzfehlern: „Die Behandlung angeborener Herzfehler endet heute in den allermeisten Fällen nicht mit der erfolgreichen Operation im Kindesalter. Dank der medizinischen Fortschritte erreichen die meisten Patientinnen und Patienten das Erwachsenenalter und benötigen häufig eine lebenslange spezialisierte Betreuung. Umso wichtiger ist eine enge Vernetzung aller beteiligten Fachdisziplinen – sowohl innerhalb des UKM als auch überregional“, so Grieshaber. Die Mitarbeit im Vorstand der AG biete die Möglichkeit, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten und Impulse für die Versorgung der Patientinnen und Patienten im gesamten deutschsprachigen Raum zu setzen.
