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Daisy Award am Universitätsklinikum Münster

Was ist der DAISY Award?

Der DAISY Award ist eine internationale Auszeichnung für herausragende Pflegende.

Er gilt als Dank für ausgezeichnete Pflege im Hinblick auf eine ganzheitliche Versorgung, eine hohe Fachkompetenz und für das Handeln im Patient*inneninteresse mit einem hohen Maß an Anteilnahme und Transparenz im Miteinander.

Hier geht es zur offiziellen DAISY Award-Seite.

Warum machen wir das?

Wir am UKM sind stolz auf unsere Pflegenden und möchten mit dem DAISY Award die Pflege im UKM noch sichtbarer machen. Als Dank und Anerkennung für die Tag für Tag geleistete exzellente Arbeit in der Pflege möchten wir ab 2023 monatlich einen Award verleihen.

Wer kann mitmachen?

Patient*innen, Angehörige und/oder Kolleg*innen aller Berufsgruppen können ihr besonderes Erlebnis bzw. ihre Beobachtung in der exzellenten pflegerischen Versorgung einer Pflegefachperson in einem Nominierungsformular zusammenfassen und somit diese Person mit ihrer Geschichte für die Nominierung vorschlagen.

Wie laufen Nominierung und Preisvergabe ab?

Jede*r kann eine Pflegefachperson über das Nominierungsformular für den DAISY Award am UKM vorschlagen. Um eine größtmögliche Objektivität zu erreichen, werden alle eingegangenen Vorschläge zentral gesammelt und zunächst anonymisiert. Diese anonymisierten Geschichten werden von einem Nominierungs-Komitee bestehend aus Vertreter*innen aus verschiedenen Bereichen der Pflege mit Hilfe eines Kriterienkatalogs begutachtet. Aus allen eingegangen Storys wird so pro Monat eine Pflegefachperson ausgewählt. Diese erhält den DAISY Award am UKM. Die Award-Verleihung findet jeden Monat auf der Station, auf der die Pflegefachfrau bzw. der Pflegefachmann tätig ist, durch den Pflegedirektor und die zuständige Pflegedienstleitung sowie die Stationsleitung statt.

Welche Idee steckt hinter dem DAISY Award?

Entwickelt wurde der DAISY Award von der Familie von J. Patrick Barnes. Barnes verstarb 1999 an den Folgen einer Immunthrombozytopenie. Während seines 8-wöchigen Klinikaufenthaltes waren er und seine Angehörigen überwältigt von den herausragenden fachlichen und zwischenmenschlichen Fähigkeiten der Pflegenden. Als Dank für die besondere Arbeit, die die Pflegenden tagtäglich leisten und als Erinnerung an J. Patrick Barnes rief seine Familie den DAISY Award ins Leben.

DAISY ist das Akronym für „Diseases Attacking the Immune System“ und erinnert damit an die Erkrankung von Barnes, dessen Familie den Award entwickelte.

Nominierung | DAISY

Beispielgeschichte

Unsere 88-jährige Mutter war für zwei Wochen Patientin am UKM. Es war in dieser Zeit eine Achterbahnfahrt für uns alle, wir wussten nie, was uns erwartet. Sie so zu sehen war neu und beängstigend für uns. Während der ganzen Zeit war Tami da, sie arbeitete unermüdlich und half unserer Mutter und uns, die Situation zu verstehen. Sie hat uns die Dinge geduldig erklärt, manchmal mehr als einmal, und all unsere Fragen beantwortet.  Tami war auch für uns als Angehörige da: Wir freuten uns jeden Tag darauf, Tami zu sehen. Sie kümmerte sich unglaublich fürsorglich um unsere Mutter und wurde für uns fast schon Teil der Familie. Jeden Tag setzte sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten ein. Um nur ein kleines Beispiel zu nennen: Als an einem Tag die Sauerstoffsättigung fiel, bekam unsere Mutter eine Thoraxdrainage – Tami ermittelte, welche Position die beste für unsere Mutter mit diesen ganzen Schläuchen wäre, um die O2-Sättigung wieder zu maximieren und es funktionierte! Tamis unermüdlicher, hingebungsvoller und geschickter Einsatz für das Wohlergehen unserer Mutter hat uns sehr beeindruckt. Für uns ist sie eine ganz besondere und über die Maße engagierte Pflegende!

Nominierung | DAISY

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10. DAISY Award geht an Calebe Prati Gomes de Sá

 

Unsere Preisträger*innen

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Carolin Bolg

Carolin Bolg arbeitet seit mehr als 10 Jahren am UKM. Nach einem Jahrespraktikum auf der ehemaligen 12 A Ost wusste sie, dass sie ihren Traumjob gefunden hat. 2016 schloss die gebürtige Münsteranerin ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin am UKM ab. Seitdem arbeitet sie auf der 15 B Ost. Vor zwei Jahren schloss Carolin Bolg außerdem ihre Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivpflege ab und macht aktuell die Weiterbildung zur Praxisanleitung.

„Carolin Bolg hat während des Aufenthaltes immer wieder uns als Angehörige als auch meiner Schwester Mut zugesprochen und große Anteilnahme gezeigt. Durch ihr sonniges Gemüt konnten wir auch in schwierigen Zeiten durch sie Kraft schöpfen. Ich könnte noch sehr viel mehr schreiben. Doch letztendlich sind es alles Situationen, die zeigen, wie aufmerksam, fürsorglich und fachlich kompetent sich Frau Bolg um ihre Patienten kümmert.“

Calebe Prati Gomes de Sá kam 2018 aus seinem Heimatland Brasilien nach Deutschland, um hier als Pfleger zu arbeiten. Wie viele andere internationale Kolleg*innen am UKM, musste auch er zuerst seine Berufsqualifikation anerkennen lassen. „Die ersten Jahre waren nicht einfach für mich“, erinnert sich der 31-Jährige. „Es war eine völlig neue Welt für mich, mit einer neuen Sprache, einem anderen Klima, einer anderen Esskultur und viel Bürokratie. Doch mit der Zeit habe ich mich immer besser eingelebt."

"Calebe kam damals wie viele Kolleg*innen als Gesundheits-und Krankenpfleger aus seiner Heimat Brasilien zu uns auf die Station. Bereits vor ihm haben wir mit vielen anderen Kolleg*innen aus dem internationalen Programm gearbeitet. Calebe allerdings hat sich nicht nur durch seine Unterstützung in unserem Team, sondern auch durch seine humorvolle Art in unsere Herzen katapultiert. Schnell wurde ''Kalle'' wie er bei uns genannt wird zum Liebling aller Kolleg*innen und Patienten. Er hat durch seine vielen verschiedenen Einsätze am UKM unter anderem der Herzchirurgie, Kardiologie, Strahlentherapie und Gefäßchirurgie ein unheimlich ausgeprägtes medizinisches und pflegerisches Verständnis, welches auch uns langjährigen und erfahrenen Pflegekräften in Notfallsituationen immer wieder Sicherheit vermittelt. Auch im Patientenkontakt zeigt er sich immer als empathisch und professionell, er begleitet Patienten*innen vor und nach herzchirurgischen Operationen und hat stets einen klaren Kopf, bei ihm steht der Patient mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt."

Antonia Hegemann begann ihre Ausbildung am UKM im Jahr 2016. Nach erfolgreichem Abschluss trat sie im Oktober 2019 ihre Stelle auf Station 5 in der Klinik für Psychische Gesundheit an. Im Jahr 2022 übernahm sie als Elternzeitvertretung die Position der stellvertretenden Stationsleitung, die sie mit Leidenschaft ausübte. Nun arbeitet sie seit Februar 2023 fest als stellvertretende Stationsleitung der Station 4. Im März dieses Jahres begann sie zudem ihr Pflegemanagementstudium.

„Offen gesagt bin ich beeindruckt, wie fähig Frau Hegemann in ihrem Job ist. Wenn ich ihr ein Arbeitszeugnis ausstellen müsste, würde es vermutlich so aussehen: Frau Hegemanns Anteilnahme geht weit über das hinaus, was man erwarten würde. Sie zeigt eine bemerkenswerte Empathie und Sensibilität im Umgang mit uns Patienten. Es ist, als ob sie intuitiv unsere Bedürfnisse erkennt und sich liebevoll darum kümmert“.

Joanna Meyer arbeitet seit vier Jahren am UKM. Als Kindergärtnerin ist sie aus Polen nach Deutschland gekommen, hat viele verschiedene Tätigkeiten übernommen, bevor sie 2013 in der Pflege angefangen hat. Nach einem Jahr ehrenamtlicher Tätigkeit in der Pflege stand für die damals 49-Jährige fest, dass sie diesen Job mit Leidenschaft fortführen möchte. Joanna Meyer ist ein tolles Beispiel dafür, dass es nie zu spät ist, eine Karriere in einem Beruf zu beginnen, der einem wahre Freude bereitet. „Vor allem der Anspruch auf Menschlichkeit treibt mich an, in der Pflege zu arbeiten“, erzählt Meyer.

„Ich war überwältigt, wie Joanna es schaffte, dieses hohe Maß an Menschlichkeit und Professionalität täglich an den Tag zu legen. Ich habe immer wieder gestaunt, wie unglaublich liebevoll, lustig, motivierend, schlagfertig, teils streng und dennoch jederzeit maximal professionell sie mit mir und meinen Mitpatienten umging. Ich möchte mich bei Joanna bedanken, dass sie bei meinem stationären Aufenthalt täglich mit viel Humor und Motivation für mich da war und mir die Sicherheit gegeben hat, jederzeit Hilfe zu erhalten, wenn ich sie brauchte“.

„Wenn es jemand verdient hat, dann du“, sind sich die Kolleginnen und Kollegen von Lisa Rohlmann einig, als sie sich zusammen mit Pflegedirektor Thomas van den Hooven und dem Daisy-Team plötzlich im Rondell der Station 12 B Ost zusammenfanden, um die überraschte Lisa Rohlmann mit dem DAISY Award auszuzeichnen. Als die Preisträgerin vor über 10 Jahren mit einem FSJ nach ihrem Abitur am UKM startete, „verliebte“ sie sich prompt in den Beruf. Auch heute ist die 31-Jährige mit viel Engagement und Leidenschaft als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin am UKM tätig.

"Ich arbeite nun bereits seit drei Jahren fest zusammen mit Lisa auf einer Station. Dabei hat Lisa in unserem Team immer einen ganz besonderen Platz eingenommen. Das an einer einzigen Situation festzumachen ist schwierig, weil es so viele gab. Sie hat immer einen ganzheitlichen Blick darauf, sowohl das Team zu verbessern, als auch die Patientenversorgung so gut wie möglich zu gestalten. Egal ob Patient oder Arbeitskollege, Lisa legt immer Wert darauf, dass sich alle wohl fühlen. Durch diese Art hat sie schon so vieles auf unserer Station verbessern können."

„Ihr seid verrückt“ – dieser Gedanke schoss Anja Schmidt als erstes in den Kopf, als sich das Team der Station 12 A West zusammen mit Pflegedirektor Thomas van den Hooven und den Kolleg*innen aus dem DAISY-Team plötzlich im Rondell versammelten, um ihr den DAISY Award für besonders ausgezeichnete Pflege zu überreichen. Vor 24 Jahren begann sie ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin am UKM, aktuell ist Anja Schmidt auf der neurologischen Station tätig. Doch auch hier setzt sie sich weiter für die Kleinsten ein.

„Normalerweise betreuen wir erwachsene Patienten. Vor ein paar Tagen haben wir eine Patientin mit ihrem drei Wochen alten Baby von der Stroke Unit übernommen. Die Patientin hatte keine große Bindung zu ihrem Kind, sodass der Ehemann die komplette Versorgung übernommen hat. Anja hat sich darum gekümmert, dass die Pädiatrie und Geburtshilfe sich mit um das Baby gekümmert haben, da das Kind in einem nicht so guten Gesundheitszustand war. Zudem war es das erste Kind des Paares und diese waren entsprechend überfordert. Anja hat sich neben dem Stationsalltag hinters Telefon gehangen und alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass das Kind gut versorgt ist. So eine Situation ist bei uns auf der Neurologie nicht alltäglich und daher besonders.“

Als das Daisy-Team mit Pflegedirektor Thomas van den Hooven auf der orthopädischen Station 13 A West auftaucht und sich um Andrea Rodenberg versammelt, ist die Überraschung im Gesicht der Gesundheits- und Krankenpflegerin nicht zu übersehen. Erst als Annemarie Schäper vom Daisy-Team anfängt, die Geschichte, mit der die 56-Jährige für einen Daisy Award nominiert wurde, vorzulesen, scheint Rodenberg zu realisieren, dass sie gerade für ihre großartige Arbeit am UKM ausgezeichnet wird.

Das Leben stand seit dem 17. April einer Krebsdiagnose ein wenig Kopf. Nach einem Termin im WTZ und der Chirurgie des UKM war klar, dass der Tumor entfernt werden muss. Der Termin zur Entnahme war fix und der Tag rückte immer näher. Die stationäre Aufnahme begann mit einer Begegnung, die meine Zeit im UKM prägte. Schwester Andrea Rosenberg kümmerte sich um meine Aufnahme auf die Station 13 A. Alleine die Aufnahme war mehr als lustig und sie hat das Herz am richtigen Fleck. Nach der ersten OP schaute sie einfach immer regelmäßig nach mir, fragte, wie es mir geht. Mit ihrem fachlichlichen und menschlichen Wissen war sie diejenige, die mir immer wieder Mut zusprach und für Ablenkung sorgte. Sie erzählte mir Geschichten, wie es früher war, da sie schon lange dabei sei. Selbst nach der zweiten und dritten OP war sie immer wieder da und fragte, wie es mir geht, obwohl sie nicht für mich zuständig war. Sie hat so ein ausgeprägtes Fachwissen in allen Bereichen, das ist unglaublich. Vom Verbund Management bis zur Pflege und deren Wohlbefinden, weiß Andrea genau, was ihre Patienten brauchen.

Damit hat wohl niemand gerechnet – vor allem nicht Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Victoria Zalewski: Mit einer sehr berührenden Geschichte wurde die 25-Jährige, die auf der Czerny-Station am UKM arbeitet, ein zweites Mal mit dem DAISY Award am UKM ausgezeichnet.

„Als unsere autistische Tochter stationär aufgenommen wurde, war klar, dass sie länger in der Klinik bleiben muss. Wir waren alle sehr nervös, das erste Mal weg von zu Hause, viel Unbekanntes - es ist unserer Tochter sehr schwer gefallen. Und dann kam das große Los mit ihrer Bezugsperson. Frau Zalewski hat es mit ihrer immer freundlichen und zugewandten Art geschafft, unserer Tochter einen sicheren Rahmen zu bieten, der so wichtig für eine erfolgreiche Therapie ist. Und ihre beharrliche Fröhlichkeit hat sie viele Dinge mutig ausprobieren lassen, die unsere Tochter sich eigentlich nicht zutraute. Wir sind wirklich dankbar, dass wir unser Kind nach den Wochenenden immer mit einem guten Gefühl wieder abgeben" konnten, da wir sicher waren, dass sie gut aufgehoben ist.“

Bei der Arbeit als Pflegende*r geht es auch um die mentale Unterstützung der Patient*innen und Angehörigen in ihren traurigsten und schwächsten Momenten.
Friederike Reuter wird für genau diese Leistung mit dem DAISY Award am UKM ausgezeichnet. Die 43-jährige Gesundheits- und Krankenpflegerin arbeitet seit über 20 Jahren auf der Intensivtherapiestation und wurde von einer Kollegin nominiert: „Meine liebe Kollegin Friederike hat im Nachtdienst eine junge Patientin betreut, die leider aufgrund von diversen Vorerkrankungen palliativ geworden ist. Die Angehörigen (Ehemann und Tochter) durften die Nacht über bei der Patientin bleiben. Friederike hat sie liebevoll begleitet.“

Aus dem Dankesbrief der Tochter der verstorbenen Patientin: „(…) eines ist uns besonders wichtig zu sagen. Leider haben wir in der Aufregung und Überfordern den Namen der Krankenschwester in der Nacht von Mamas Tod vergessen. Sie setzte sich zu uns und sagte: ‚Mama wächst gerade der zweite Flügel und wenn sie bereit ist, zu gehen, wird sie fliegen können und unser Schutzengel sein.‘ Des Weiteren hat sie es möglich gemacht, dass Papa und Mama nochmal zusammen in einem Bett schlafen konnten. Das hat Papa die Welt bedeutet. Er hat keine Sekunde gezögert und war einfach voller Zufriedenheit und voller Frieden. So habe ich meinen Papa noch nie gesehen. Danke dafür."

Es ist Dienstag, der 4. April, 13 Uhr. Das gesamte Team der Czerny-Station hat sich im Aufenthaltsraum getroffen, um die Dienstübergabe zu machen. Victoria Zalewski arbeitet fast zwei Jahre hier und kennt die Arbeitsroutine nur zu gut. Als Pflegedirektor Thomas van den Hooven zusammen mit Pflegedienstleitung Nicole Korzen und den Kolleginnen aus dem DAISY-Team den Raum betreten, wirkt sie daher zuerst ahnungslos: „Als ich dann gemerkt habe, worum es geht, und dann meinen Namen gehört habe, dachte ich, dass ich träume.“

Victoria Zalewski wird als zweite Pflegende am UKM mit dem DAISY Award ausgezeichnet. Pflegedirektor van den Hooven gratuliert als erster und übergibt ihr den Award – die aus Serpentin gefertigte Figur „Healer’s Touch“, die die besondere Verbindung zwischen Pflegenden und Patient*innen symbolisiert.

„Ich war von der schönen Geschichte völlig gerührt und habe nur daran gedacht, dass ich wohl in meinem Tun so viel Schönes bei den Kindern und Jugendlichen erreichen kann. Ich habe mich sowohl in meiner Arbeit als auch persönlich als Mensch so bestärkt und wertgeschätzt gefühlt. Nachdem alle weg waren, haben mein Team und ich auch noch einige Tränen vergossen“, erzählt Victoria Zalewski.

„Victoria Zalewski ist immer sehr patientenbezogen und einfühlsam. Sie kann sich gut in Patient*innen hineinversetzten und hat immer ein offenes Ohr. Sie ist trotz professioneller Distanz wie eine Freundin und ich freue mich immer, wenn sie Dienst hat. Sie verdient den DAISY Award ganz besonders, da sie eine so wunderbare Person ist. Ich wünsche jedem eine Frau Zalewski. Ich werde mich immer an den Tag erinnern, an dem ich mit Frau Zalewski aus vollem Halse „Kann es wirklich Liebe sein“ aus König der Löwen sang. Sie ist ein Lichtblick, wenn es schwere Tage gibt, und findet immer die richtige Balance zwischen Mitgefühl und Motivation. In der Zeit, die ich auf der Station im UKM verbracht habe, war sie immer besonders positiv herausragend unter den Pfleger*innen.“

Am vergangenen Montag (6.3.) wurde am UKM zum ersten Mal der DAISY Award – die internationale Auszeichnung für exzellente Pflege – verliehen: Erster Preisträger ist Gesundheits- und Krankenpfleger Martin Beerhorst von der onkologischen Tagesklinik. Der Überraschungsbesuch auf der Station 15B West ist gelungen: Als die Geschichte, mit der eine Angehörige ihn „für sein außergewöhnliches Engagement“ in der Pflege nominiert hatte, vorgelesen wurde, war nicht nur der Preisträger selbst, sondern das gesamte Team zu Tränen gerührt.

„Als mein Ehemann die Diagnose Krebs erhielt, war ich dankbar für die Zeit, die sich Herr Beerhorst für all meine Fragen genommen hat. Nicht nur das, denn er hat sich sogar bei Ärzten für mich kundig gemacht. Eine Brücke hergestellt, zu der ich mental gar nicht mehr in der Lage gewesen wäre. Sein Engagement war wirklich außergewöhnlich. Er redet nicht drum herum, er ist ehrlich und schafft es trotzdem, Zuversicht zu vermitteln.“