Barrierefreiheit
Zum Hauptinhalt springen

UKM-OnlineTalk: Alles steht Kopf – psycho-soziale Begleitung bei Krebs

Mit der Diagnose Krebs rückt für Betroffene zunächst die Frage nach der richtigen Therapie in den Mittelpunkt. Gleichzeitig sind Patientinnen und Patienten sowie ihre Familien mit Ängsten und vielfältigen psychischen und sozialen Herausforderungen konfrontiert. Am Universitätsklinikum Münster (UKM) steht Krebserkrankten deshalb ein umfassendes Netzwerk psycho-onkologischer Unterstützung zur Verfügung – sowohl klinisch durch erfahrene Psychoonkologen als auch auf den Stationen, unter anderem durch das Pflegeangebot OncoCARE Plus. Anlässlich des Weltkrebstags stellt der UKM-OnlineTalk diese Angebote vor. Er ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal des UKM abrufbar. | aw

Ängsten, Sorgen und Fragen ein kompetentes Gegenüber geben, so lässt sich die Zielsetzung der psycho-sozialen Betreuung am UKM (Universitätsklinikum Münster) zusammenfassen. Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige sollen sich nach der Krebsdiagnose wahr- und ernst genommen fühlen. Dazu gehört auch, ein offenes Ohr für ihre Nöte zu haben und Antworten auf drängende Fragen geben zu können.

In den an der Krebsbehandlung beteiligten Kliniken des UKM übernehmen Psychoonkologinnen und -onkologen aus der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie diese Aufgabe. „Wir wollen individuelle Ressourcen stärken und die Autonomie der Entscheidung fördern, um mit der als lebensbedrohlich wahrgenommenen Situation besser umgehen zu können“, erklärt Dr. Ansgar Koechel, Leiter des psychoonkologischen Betreuungsteams. Ein solches Angebot sei nicht Standard und sei deshalb eine Besonderheit des WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Münster und des UKM.

Doch nicht nur das Team der Psychoonkologen kümmert sich um Patientinnen und Patienten, die eine Krebsdiagnose bekommen haben oder die schon länger in Krebsbehandlung sind. Auch qualifizierte Pflegende mit der Fachweiterbildung Pflege in der Onkologie sind auf den Stationen für Betroffene da. Speziell auf die Bedürfnisse von Krebspatientinnen und -patienten abgestimmt ist hier das Programm OncoCARE Plus, das Anfang 2025 an den Start gegangen ist. Ziel ist es langfristig, allen Betroffenen am UKM die Betreuung im Programm anbieten zu können, erklärt Sandra Hermes, eine von sechs Pflegenden des Teams OncoCARE Plus: „Wir geben Sicherheit, ordnen den Behandlungsverlauf ein und beraten zu konkreten Folgen wie Neuropathien, Mundtrockenheit oder Haarverlust“, sagt Hermes. Weitere Begleitangebote richten sich an junge Erkrankte, Eltern mit Krebs sowie an Kinder krebserkrankter Eltern.

Allen Beteiligten ist wichtig, dass die Unterstützung jederzeit formlos zugänglich ist. Es sind keine Anträge nötig, und akute Fragen können zeitnah besprochen werden – denn eine Krebserkrankung und ihre Behandlung sind ein Prozess, in dem immer wieder neuer Klärungsbedarf entsteht.

Dr. Ansgar Koechel und Sandra Hermes sind Gäste im UKM-OnlineTalk „Alles steht Kopf – psycho-soziale Begleitung bei Krebs“, der ab sofort auf dem YouTube-Auftritt des UKM online abrufbar ist. 

Kontakt für Presseanfragen

Anja Wengenroth | UKM-Unternehmenskommunikation

Anja Wengenroth

Pressesprecherin