UKM Magnet

Gemeinsam verändern, verbessern und stärken

Mit UKM Magnet fördern wir die respektvolle Zusammenarbeit zwischen allen Berufsgruppen, erhöhen die Attraktivität der Arbeit und stehen für die bestmögliche Versorgung unserer Patienten.

Wir sind auf dem Weg

Das Universitätsklinikum Münster möchte Magnet-Krankenhaus werden. Unter dem Namen UKM Magnet legen wir den Fokus auf Themen wie Führungskultur, Zusammenarbeit und Versorgungsqualität, aber auch auf die Organisation der Arbeit selbst. In enger Zusammenarbeit mit den Teams in den Kliniken und unter Berücksichtigung aller Berufsgruppen ergreifen wir ganz unterschiedliche Maßnahmen, um eine herausfordernde, professionelle und zugleich effiziente Organisation der Arbeit zu erreichen.

Der Vorstand des UKM hat das Magnet-Projekt bereits Ende 2017 beschlossen, nach einer Vorbereitungszeit laufen seit 2019 in verschiedenen Kliniken und Bereichen Arbeitsgruppen, Workshops und Veränderungsprozesse. Die Theorie zu Magnet kommt aus der Pflege, das UKM will das Projekt aber für das gesamte Klinikum umsetzen– also auch für Bereiche außerhalb der Krankenversorgung wie zum Beispiel die Verwaltung oder die technischen Berufsgruppen. „Die Maßstäbe für gutes Zusammenarbeiten gelten ja nicht nur im Bereich der Pflege, sondern berufsgruppenübergreifend für alle hier am UKM“, erklärt Pflegedirektor und Projektleiter Thomas van den Hooven. „Uns ist wichtig, dass alle bei der Gestaltung unseres UKM mitmachen."

Der Begriff entwickelte sich in den USA der 1980er Jahre. In den Jahren im Zeitraum 1970 bis 1980 wiederholte sich ein ausgeprägter Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. Eine wirkungsvolle Strategie gegen den Personalmangel schien unerreichbar. Einzelne Krankenhäuser traf der Personalmangel nur in sehr abgeschwächter Form. Trotz der verheerenden Situation auf dem Arbeitsmarkt, konnten diese Kliniken ihr Personal halten und zusätzliches akquirieren. Zunächst waren die dafür verantwortlichen Faktoren jedoch unklar und der Personalaufbau damit nur schwer nachvollziehbar.

Im Jahr 1983 wurden innerhalb der „McClure Magnet Hospital Study“ genau diese Krankenhäuser untersucht. Wie gelang es ihnen während des nationalen Pflegemangels ihr Personal zu halten? Zur Beurteilung wurden dabei die Arbeitsbedingungen, u.a. in Beziehung mit Fluktuation und Arbeitszufriedenheit, gestellt und analysiert. Abschließend konnten sogenannte Magnetkräfte identifiziert werden. Weitere sieben Jahre später wurde eine Vereinigung mit dem Namen ANCC (American Nurses Credential Center) gegründet. Sie leitete aus den identifizierten Magnetkräften ein Zertifizierungsprogramm ab – die Geburtsstunde des Magnet Designation Program. Auf diesem Weg sollten die Krankenhäuser ausgezeichnet werden, die in den Bereichen „Versorgung der Patienten“, „Zufriedenheit der Mitarbeiter“ und „positives Arbeitsumfeld“ herausragend waren. 1994 wurde mit dem University of Washington Medical Center in Seattle offiziell das erste Magnetkrankenhaus zertifiziert. In den folgenden Jahren entschied eine zunehmende Anzahl von Krankenhäusern sich ebenfalls auf den Weg zum Magnetkrankenhaus zu begeben. Fast alle Top-Krankenhäuser der USA sind heute Magnet-zertifiziert.

Das Erfolgskonzept Magnet wurde aufgrund der nachweislich positiven Auswirkungen auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und vor allem aufgrund der verbesserten Versorgungssituation aus Patientensicht schnell auch international bekannt. Doch lässt sich ein in den USA entwickeltes und auf das dortige Gesundheitssystem adaptiertes Programm auch in anderen Ländern etablieren?

In Europa wurde bislang zwar intensiv über das Magnetprogramm aus den USA diskutiert, doch die Hürden für eine Umsetzung auf europäischem Boden schienen lange Zeit zu hoch. Erst im Jahr 2017 gelang in Belgien dem Universitätsklinikum Antwerpen nach einer fast 10 Jahre andauernden Entwicklungszeit die Zertifizierung. Das erste Magnetkrankenhaus in Europa wurde ausgezeichnet.

 
 
 
 

Kontakt

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magnet(at)­ukmuenster(dot)­de
MAGNET4EUROPE

Das UKM nimmt an der internationalen Studie MAGNET4EUROPE teil. Wir freuen als Teil der Studiengruppe 2 ab Sommer 2021 in den Austausch mit einem Partnerkrankenhaus zu gehen und die Magnet-Reise gemeinsam zu gestalten.